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v. Seidel.
In das Geschlecht v. 5.-Th. gelangte am lO. Dezember 1721 derBöhmische Alte Herrenstand, am 2. April 1734 der Böhmische Freiherrn-stand, am 2. September 1775 und 15. Oktober 1840 der preußischeGrasenstand').
Wappen (Osti^eiv): Schild geviert. 1,4: In Rot ein mit denSachsen nach innen gekehrter goldener Flügel; 2, 3: In Gold ein schräg-links gelegter roter Baumstamm mit rechts einem, links zwei gestümmeltenAsten. Zwei Helme. Kleinode: Je ein mit den Sachsen nach innen ge-kehrter goldener Flügel, belegt mit dem roten Baumstamm (konvergierend).Decken rot-golden. Frh. v. Krane u. Hildebrandt, Schlesisches Wappen-buch, Gas. 97.
v. Seidel, Edle.
Die Familie v. Seidel stammt der Tradition nach aus der Schweiz,siedelte nach Deutschland über und nahm im Jahre 1544 mit kaiserlicherGenehmigung das Wappen einer Ahnin mütterlicherseits, einer geborenenMünzmeister, der letzten ihres Geschlechts an. Den Gebrüdern Taspar,Wolfgang und Erasmus Seidel von St. Annaberg wurde aus demReichstage zu Augsburg am 11. Oktober 1550 von Kaiser Karl V. diesesWappen bestätigt, „dieweil der genannten drepen Brüder Taspar, Wolff-gangen und Lraßmussen Sepdel Grosmueter ain Münzmaisterin und dielezte von demselben Geschlecht gewesen", zugleich wurden sie mit demrittermäßigen Reichsadelsstand begnadet").
Die Gebrüder Johann Georg Gottfried, königlich polnischerkurfürstlich Sächsischer Kommerzienrat, Georg Christoph und GeorgHeinrich Seidel, angeblich Nachkommen jener im Jahre 1550 in denAdelsstand erhobenen Brüder, erhielten, Wien den 22. Dezember 1721den Reichsritterstand nebst Konfirmation des Adels und das Prädikat„Edle von". Die kurfürstlich Sächsische Anerkennung erfolgte am14. März 1728^).
In der Gberlausitz waren Angehörige des Geschlechts v. S. nurkurze Zeit ansässig. Der Kommerzienrat Johann Georg GottfriedEdler v. S. kaufte von den Erben Tarl Gottlobs v. Nostitz h das Gut
berühren unnötig achte, meiner in Pohlen erblichen Güter gantz verlustig worden undin eujersten Ruin gerathen, unter Ihr: Lhurfürstb Ourchl: zu Lachsen pp. Ruhe undsicherern Glaubens-Exercitii halber Zuflucht suchend, ein wüstes Gütchen Lnellefiertelbenahmt, erkaufset und dasselbe vieler appsrtinsntisn und Freiheiten, ja gar dieGräntzsteine eracliairst, so auch den darauf epgenthümlich belegenen Eisenhammerabgebrochen und entführet befunden". . . Er bittet den Rönig, beim Rurfürsten zuintervenieren, daß er anstatt des Eisenhammers eine Riehl- und Brettmühle erbaue.
tz v. voerr, Oer Rdel der Böhmischen Rronländer, I960, 5. 206, 221:Gritzner, Thronst. Rlatribel der Brandenburgisch - preußischen Ltandeserhöhungen,1873, S. 38, 108.
2) Boa. 10430, Geschlechts-und kjerrschaffts-Erhöhungen 1612 —1656,
Bol. I, Fol. 8 ff. vergl. auch George Gottfried Rüster, Geschichte des Rlt-Rdel.Geschlechts derer v. Seidel, 1751, S. 2, 16.
tz kj.-Lt.-R. Boa. 10431, blotitiaatioiras und Oiplomsta derer in kldelstanderhobenen Personen uo 1645, 44 — 1736, vol. I, Fol. 277.tz E. G. v. Nostitz starb am 25. Rtärz 1727.