v. Schwanitz.
841
Helene Marianna, vermählt mit Tarl Leyfried v. Kiesen-wetter, und
Salome Elisabeth, von diesen beiden kaufte Tarl Seyfriedv. Kiesenwetter am 4. März 1691 das Gut Leippa.
2. Der jüngere Sohn Siegmunds war vermutungsweise HansHeinrich v. S. Hans Heinrich ließ sich, wie unten näher auseinander-gesetzt werden wird (vergl. S. 846), mit den drei Söhnen seines ver-storbenen Vetters Bernhard v. Schwanitz, deren Vormund er war, aml l. September 1648 in einen vergleich ein dahin gehend, daß sie ihm anstatteiner ihm schuldigen Geldsumme ihr väterliches Gut Nosenhairi (KIO vonLöbau) abtraten. Hans Heinrichs Guthaben betrug 4958 Taler 7 arg. Trübernahm nun das Gut Nosenhain für 5937 Taler und gab den Ver-käufern eine Anweisung über 1348 Taler an die Erben weiland Elias'v. Nostitz auf Ullersdorf. Hans Heinrich, Dberstwachtmeister unter demLeibregiment zu Uoß, bat im Jahre 1657, da er damals keine männ-lichen Erben hatte, den Kurfürsten, das Gut Uosenhain in Erbe zu ver-wandeln, „mir zur Erquickung in meinem Alter" h. Lr berichtete demKurfürsten in seinem Bittgesuch, daß er „von ao 1630 her bis zur jüngstenAbdankung in die 20 Jahr in continuirlichen und sonder Uuhm zumelden, in treufleißigen Kriegsdiensten gewesen, also daß dahero mirnoch viel tausend Gülden restiren, derowegen aber vor diesmal nichts zusuchen" . . .h. Nachdem ihm der Kurfürst am 6. Dezember 1659 Nosen-hain aus Lehn in Erbe verwandelt hatte, erhielt er am 22. September1661 den Erbbrief über dieses Gut. — Hans Heinrich starb am 4. Mai1680. vermählt war er mit Dorothea Tatharina v.Schwanitz (vergl.S. 843), Tochter Gottlobs v. S. auf herwigsdors. Zufolge Eheberedungvom 29. Dezember 1649 hatte sie ihm 1500 Taler Lhegeld mitgebracht.Hans Heinrich ließ seine Gattin am 6. März 1659 aus Uosenhain ver-leibgedingen.
Hans Heinrich hinterließ nach Angabe der Uosenhainer Lehnsaktenfolgende Kinder:
Heinrich Gottlob.
h Lehnsakten Rosenhain.
-) Seinem Schreiben an den Kurfürsten legt Hans Heinrich bei folgendes:,Memorials, wie lange und unter welchen Regimenter» ich unten benannter in Ihrerchurfl. Durch!, zu Sachsen Kriegesdiensten continuirlich verharret: I. Trstlichen unterIhrer Lhurf. Durch!, ersten Leibregiment unter tit. Herrn Dbristen von TaubenTommando bei den Herrn Rittmeisters IRoßkoloß und hernach bei des Herrn vonwarbergk Lompagnie vor ein Wachtmeister gedienet und solange darunter verbliebenbis zu Richtung des tit. Herrn Dbersten von Rochoisch Regiments. 2. Unter welchemRochoischen Regiment vor einen Rittmeister (solange als besage des von dem HerrnDbersten Roch» ertheilten Restzettels, und gemelktes Regiment von höchstgedachterLhurf. Durch!, in etzliche Lompagnien reduciret geworden) gedienet. 3. Unter demIhrer Lhurf. Durch!, andern Leibregiment bei Tommando des tit. Herrn DberstenLeutenambts v. Knoches, auch hernacher unter dem tit. Herrn Gbersten v. Gersdorffsvor einen Dbersten Wachmeister so lange bis zur letzten Abdankung continuirlichgedienet und verblieben. Und derogestalt von dem Fürstlichen anno 1630 zu Leipziggehaltenen Lonvent - Tage an in Ihrer churfürstlichen Durch!, zu Sachsen Krieges-diensten bis zu der letzten Abdankung und also ungefähr in die zwanzig Jahr-lang unter obgemeldten Regimentern gedienet". Lehnsakten Rosenhain.