v. Schwanitz.
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Jahre 1610 trat er dieses tauschweise ab an Christoph v. Gersdorff undübernahm dafür herwigsdors (80 von Löbau) h. vermählt war ermit Dorothea v. Temritz a. d. h. Geisas, die am 29. November 1636verwitwet im NIter von 68 Jahren zu Löbau starb"). Hans Georg -hinterließ drei Söhneh:
I. Siegmund. Siehe unten. '< --e4
II. Gottlob. Siehe unten S. 842. Z
III. Bernhard. Siehe unten S. 845.
I. Siegmund, der teils als „aus Nosenhain im Görlitzschen""),teils als aus Gerlachsheim") (88>V von Lauban) gesessen bezeichnetwird, hatte in Verbindung mit anderen Spießgesellen verschiedene Näubereienund namentlich auch den Zittauer Stadtbrand vom Jahre 1608 per-schuldet. Nus Nnsuchen Jakobs v. Knobloch aus Gerlachsheim, dessenhosreite sie auch in Brand gesteckt hatten, ließ der Landeshauptmannim Jahre 1623 Siegmund v. 5. in hast nehmen. Nachdem er „in 'scharfer Frage" seine Beteiligung an verschiedenen Näubereien bekannt,sollte er nach dem Spruch der kurfürstlich Sächsischen Schöppen zu Leipzig„von wegen solcher seiner begangenen und bebauten grausamen undunmenschlichen Thaten und Verbrechungen ansengklichen zur Fepmstadtgeschleisft und solgends alß ein rechter Nlordtbrenner mit dem Feuervom Leben zum Tode gerichtet und gestrasfet werden" h. Nm 26. Nugust1624 wurde das Urteil an ihm in Bautzen vollzogen"), vermählt warer mit Hedwig v. Warnsdorf. Sie kaufte am 5. Nugust 1631 vonLaspar v. Gersdorff dessen Gütlein zu Kottmarsdorf (88M von Löbau)für 2000 Taler. Sie hatte die Lehn zu gebührender Zeit durch ihrenkriegischen Vormund Jakob Ladebach suchen lassen. Wegen der damalsin Bautzen grassierenden Pest und weil sich aus diesem Grunde dasGberamt nach „Nönigsborgk" gewendet hatte, auch wegen der Kriegs-unruhen konnte der Verkäufer die Lehn nicht rechtzeitig auslassen, dieKäuferin nicht belehnt werden. Nus kurfürstlichen Befehl vom 23. Nugust
0 Neues Laus. Mag. Bd. 73, S. 107, Nr. 407; S. 62, Nr. 138; Bd. 63, S. 151.
2 ) Sie bat, herwigsdors den 2Y. November 1620, den Kurfürsten um 8nlvn !^uarllin für ihr Gut Herwigsdorf. Sie klagt, „wasmaßen das im Lande gewesene ;Kriegesvolck mihr armen Wittiben, die ich mit großen Schulden meines lieben Mannes ^fehl. Gütter meinen kleinen unerzogenen Kinderlein zum besten pachtweise annehmen ,müssen, nicht allein aller Vorrath und Mobilien in Kisten und Kästen, welche sie zer-schlagen und zerhawen, genommen und spoliret, sondern auch alles vorhandenes Ge- ,treydicht, Nindtviehe und Schafe mit Gewalt hinweg getrieben, zu geschweigen fernerer -plünderungk, damit ich armes IVeib teglichen bedräwet werde". H.-St.-N. L,oc. 9189,
Die vom Ndel in Vber- und Nieder - Lausitz, so sich in Schutz begeben betr., anno1620, Zol. 208.
ch Kloß, Geneal. Nachrichten, Mspt., Bd. X VI, v. Schwanitz und Bd. X VII, v. Temritz.
h Knothe,Neues Laus.Mag. Bd.63,5.151 verzeichnetnurSiegmundund Gottlobals Söhne Hans Georgs; in den Gberlausitzischen Justizsachen, h.-St.-kl. Boo. 9517,vol. III, wird als Bruder Siegmunds auch Bernhard genannt.
°) H.-St.-N. Boa. 9517, Gberlaus. Justizsachen, vol. III.
») Laus. Magazin 1776, S. 338.
h h.-St.-5l. i^oo. 9517, Gberlaus. Justizsachen, vol. III.
ch I. B. Larpzov, Vnalsota instar. 2ittnviens., 1716, V. Teil, Z. 256;pescheck, Handbuch der Geschichte von Zittau, II. Teil, 1837, S. 428.