v. Schreibersdorff.
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Vrehmen (sämtlich bMO von Bautzen) gekauft, aber noch nicht bezahlt,war auch noch nicht belehnt worden und wollte daher auf den Besitzverzichten. Lr war, wie er meldet, von den kurfürstlichen Soldaten dortso spoliiert worden, „das ich alleine mein Leben darvon gebracht undmich ku§a salviren müssen. Bin auch durch solch plötzliches Überfällenund spoliren dermaßen als ein alter, vorlebter siebentzigihäriger vonAdel erschrocken, das ich fast ein viertel Ihar gentzlichen darnieder ge-legen und mit harter Leibesschwachheit beladen gewesen".
Hans v. 5. auf Kauppa und Jetscheba, wohl identisch mit demeben genannten Hans, hatte eine Witwe hinterlassen: Barbara geb.v. Loeben, die am 2. Februar 1647 morgens zwischen fünf und sechsUhr im Alter von 65 Jahren starb ft.
Bis Besitzer des Gutes Kauppa treffen wir ferner einen Josephv. §., der nach Ausweis des Leichensteins in NNIKelft im November 1608starb, während seine Gattin Tatharina v. Luttitz ihm am 11. Juni1604 im Tode vorangegangen warft. Joseph war ein Vetter des obenerwähnten Joachim auf Jetschebaft. Joseph hinterließ einen SohnHans Heinrich, der nach erlangter Mündigkeit am 4. November 1621mit dem väterlichen Gute Kauppa belehnt wurde. Die Gläubigerseines Vaters verkauften ihm auch das Gut Jetscheba. Hans Heinrichstarb schon am 18. Februar 1628. Nus seiner The mit Esther veronicav. Gersdorfs a. d. h. Mückaft hatte er zwei Söhne Christian Gott-lob und Abraham, von letzterem besitzen wir keine weiteren Nach-richten. Christian Gottlob wurde Kammerpage des Kurfürsten JohannGeorgs I. Vieser empfahl ihn, der sich im Neiten ausbilden wollte, am3. November 1648 dem Herzog Friedrich zu Holstein, da wegen derKriegsnot „die Stuterepen hierumb sin Sachsens in ziemliches Abnehmengerathen". Christian Gottlob diente bei genanntem Herzog etliche Jahreals Kammerpage mit Fleiß, so daß, wie der Herzog von Gottorp ausim September 1651 dem Kurfürsten von Sachsen schreibt, . . . „Wiruns sothane seine geführte Bedienung zu gnädigster Wohlgefälligkeitund zwarten dahin geraichen lassen, daß Wir ihn, alß eines Degenswirdig, damit in Gnaden nervlich versehen". Herzog Friedrich hatte imJahre 1649 Christian Gottlob seinem hofmarschall und GberstallmeisterErnst Christoph v. Günderode „zu Erlernung der Bereiter-Kunst" über-geben ft. Unter den „churfürstlichen Dfficirern und Tammer-Iunckern"
tz I. T. Wagner, Budissinsche Grab- und Gedächtnis - Mahle, 1697, S. 12.Frau Barbara v. 5. wurde am II. März 1647 in der Petrikirche zu Bautzen bestattet.Ihr Grabstein wurde 1908 daselbst aufgedeckt, vergl. Bautzener Geschichtsblätter,
1. Jahrgang 1909, 5. 19.
2 ) Bibliothek der Dberlaus. Gesellschaft der Wissenschaften, B. I. 30. Mspt. 2. Teil,S. 123, 130.
- h Ihr Denkmal befindet sich in Milkel. Gurlitt, Bau- und üunstdenkmälerSachsens, zt. Heft, Bmtshauptmannschaft Bautzen, 5. 157.
0 Lehnsakten Kauppa.
ft Bibliothek der Gberlaus. Gesellschaft der Wissenschaften, B. I. 30, Mspt.
2. Teil, S. 123, 130.
") h.-St.-6. Geneal. Boa. 7795 Schreibersdorff.