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Scholz v. Schollenstern.
weil. Johann Llsseuers Freiherrn v. Löwenstern, Reichspfennigmeistersdes heiligen Römischen Reichs und seiner Gattin Rnna polyxena geb.Böhringer v. Königshofen. Zu einer „Lhesteuer und Heirathgut" ver-sprach ihm seine Braut 4000 Fl. Rheinisch, während George Rudolphzusagte, diese 5umme mit 4000 Fl. Hauptguts zu widerlegen, auch solcheWiderlage aus seine Güter zu versichern, so daß sie nach 5"/v jährlich200 Fl. zu genießen habe. Rm Tage nach dem ehelichen Beilager willer sie ferner „zu einer rechten freien Morgengabe" mit 500 FI. barenGeldes und einer güldenen Rette von ungefähr 100 Dukaten Wert be-schenken. Diese Morgengabe soll, wenn die Hochzeiterin darüber nichtanders disponiere und keine Rinder hinterlasse, an den Hochzeiter oderseine Erben zurücksallen rc.H. Wir finden ferner als Gattin GeorgeRudolphs Rnna Tatharina „v. pleß"H. Sie hatte ihrem Gatten3000 Taler in die Ehe gebracht und begab sich ihres hypothekarischenRnrechts an Hochkirch wegen dieser Gelder, als dieses Gut im Jahre l7Ilan Gottlob Heinrich v. Schwanitz verkauft wurde und hielt sich an dasGut Wuischke. George Rudolph v. S. hinterließ drei Söhne: FriedrichFerdinand Thristoph, Johann Rudolph und Carl Rugust Gott-lieb. Letzterer war am 3. Rugust 1698 in Wuischke geboren und am10. d. M. getauft worden. Die beiden ältesten Söhne waren schon vier-zehn Jahre vor dem Tode ihres Vaters in Württembergische Kriegsdienstegetreten, Tarl Rugust Gottlieb befand sich in Brüssel in Diensten desGrasen v. Gailenberg. Rm 30. Dezember 1720 erhielten die drei Brüderden Lehnbries über Wuischke; am 9. Januar 1721 verkauften sie dasGut an Barbara Elisabeth v. Schwanitz, geb. v. Dallwitz. —
Wappen: Das Stammwappen ist ein goldener Schild, in dem sich einschwarzer, schräg gestellter Baumstamm befindet, an der oberen Seite mitzwei, an der unteren mit drei abgehauenen Rsten. Gekrönter Helm. Kleinod:Neun - rechts vier, links fünf — schwarze Hahnenfedern. Decken schwarz-golden. Tyrosf, Wappenbuch der Sächsischen Staaten, V. Band, Tas. 85.—Bezüglich der Stellung des Baumstammes, der Rnzahl der abgehauenenRste und der Hahnenfedern finden sich mehrfache Varianten:
Scholz v. Schollenstern.
Bartholomäus Scultetus (Scholz), der hervorragende Mathe-matiker und Rstronom, der auch mehrmals Bürgermeister seiner Vater-stadt Görlitz war^, ^hgren am 14. Mai 1540, gestorben am 21. Juni
0 Lehnsakten Hochkirch und wuischke.
H Lehnsakten Hochkirch.
tz vergl. Neues Laus. Mag. Bd. 76, Register, §. 89 und unter den dort auf-geführten ihn betreffenden Nussätzen namentlich seine Biographie und Würdigungseiner Verdienste: Neues Laus. Mag. Bd. 3, 5. 465 ff.; Dtto, Gberlaus. Lchriftsteller-Lexicon, III. Bd., S. 260: Schäffersche Tabellen, Zol. 208, Mspt. in Görlitz. (Super-intendentur.) vaselbst eine genaue und ausführliche Genealogie. Neuerdings erschien„Moskowiter in der Dberlausitz und N. Bartholomäus Lcultetus in Görlitz" vonT- Roch, Neues Laus. Mag. Bd. 83, 84, 85, 86. Im 83. Bande befindet sich einBildnis Scultets.