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2 (1913)
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v. Schönfeldt.

und Rieschen voberschützer Anteils, ferner mit der im königlich preußischenHerzogtum Sachsen und unter dem Gberlandesgericht Frankfurt stehendenRallmangkheide, sowie mit der zu Dobersckütz gehörigen, aber unterdem Gberlandesgericht Glogau stehenden Märschen Heide an ChristianFriedrich d. I. Freiherrn v. Gregory. -

Die ältere oder obere Hauptlinie des Hauses erhielt am 9. Dktober1790 die Reichsfürstenwürde.

Wappen: Schild von Rot und Silber dreimal schrägrechts geteilt.Gekrönter Helm. Kleinod: (Offener Flug, der rechte Flügel schräglinks,der linke schrägrechts geteilt, wie der Schild. Decken rot-silbern. Dasfürstliche Wappen umgibt ein Hermelinmantel, den ein Fürstenhut bedeckt.Tyroff, Wappenbuch der Sächsischen Staaten, I. Geil, Tas. 44 (gräflich),Taf. 9 (fürstlich).

v. Schönfeldt, auch Grasen.

Das alte uradelige Meißnische Geschlecht v. Schönfeldt ist in derGberlausitz schon im 14. Jahrhundert urkundlich nachzuweisen. Um dieMitte dieses Jahrhunderts besaß es Rönigsbrück sowohl, als auchdie Herrschaft Hoyerswerda.« Wohl wegen von ihnen verübten Straßen-raubs verfielen die Dberlausitzischen v. S. der Acht der Sechsstädte undderSchönselder Hof" in Rönigsbrück wurde im Jahre 1355 von Zittauund anderen Städten zerstört. Im Jahre 1357 verkauften die v. S.Hoyerswerda an die Gebrüder Johann und Günther Grafen von Schwarz-burgh. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts saß auf Neukirch(ORiO von Rönigsbrück) Balzer v. S. Land und Städte verhandeltenim Frühjahr 1422 aus einem Tage zu Löbau auch darüber . . .alssie Balczar Schoneselde seinen hoff Ruekirche abgelauffen hatten"^).

von Wachau, dem alten, nördlich von Radeberg gelegenen Meiß-nischen Besitztum des Geschlechts aus machen sich in der ersten Hälfte des16. Jahrhunderts Glieder desselben wieder in der Gberlausitz ansässig ^):Melchior v. S. aus Wachau kauft im Jahre 1525 das Gut Steinborn(bIM von Rönigsbrück) h. Um die Wende des 16. und 17. Jahrhundertsbefindet sich Steinborn im Besitz Johns v. S. Dieser starb wohl imJahre 1610 und hinterließ fünf Söhne: Seisried, Nikol, Ernst, HansLaspar und Tham Friedrich. Rin 2. Dezember des genannten Jahres(1610) wurde mit dem väterlichen Gute Steinborn belehnt Seisried'I,zugleich auch in Vollmacht seines Bruders Nikol, die beide als zu Grün-

tz Unothe in v. Webers Archiv für die Sächsische Geschichte, X. Bd. (1872),S. 240; Unothe, Geschichte des Gberlaus. Adels, 1879, S. 488.

2) Iecht, Loäsx äiploin. Busat. sup. II, 1. Bd., S. 83: vergl. S. 84, 3. 31.

s) Schon im ersten Drittel des 15. Iahrhunderts traten die v. S. auf Ivachauin Verbindung zur Gberlausitz:Ureäsriob von Lobonlslt zu tvachaw" beherbergteinmal um das Jahr 1430 nach dem Bekenntnis Nickil Lzigelheyms den Straßen-räuber Sgbeke Meczinrode. Iecht, Ooäox äiploin. Bus. sup. II, 2. Bd., L. 726.

4) Unothe, Adelsgeschichte, S. 489.

°) Seifried v. S. zu Grünberg war vermählt mit Anna Maria v. Theler.If.-5t.-A. Boe. 9520, Gberlaus. Iustizsachen, vol. XII: Tr hatte einen Sohn LeutherAugust. kf.-St.-A. Gen. Boa. 7790, Schönfeldt, vol. I.