Druckschrift 
2 (1913)
Entstehung
Seite
778
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v. Schönbergschen Geschlechts: Georg Rudolph v. Sch. hatte sich seinenMitbelehnten gegenüber verpflichtet, sobald er sein Gut Nieder-Reinsbergverkaufen würde, das Geld wieder in einem Lehngut anzulegen undseine Mitbelehnten in die gesamte Hand zu bringen. 1696 verkaufte erRieder-Reinsberg an seinen Bruder Heinrich Friedrich v. Sch. und er-handelte Ober- und Nieder-Lichtenau für 22 857 Fl. 3 Gr. Gr batden Landvogt, dem Gute Ober- und Nieder-Lichtenau die tzualitgtemt'euOalem zu erteilen und machte sich verbindlich in dem Gute einenLehnsstamm von 14 000 Fl. zu konstituieren und für den Fall, daß erohne Löhne verstürbe, seinen Mitbelehnten das Gut zu eben dem Preisezu überlassen, zu dem er es erhandelt habe. Zu Beginn des Jahres 1697wurde Georg Rudolph belehnt und starb als Vize-Rammerpräsident am14. Januar stil. vst. 1697. Leine Witwe war Helena Gugendreichgeb. v. Warnsdorff. Lein Bruder Heinrich Friedrich aus Reinsberg,königlich polnischer kurfürstlich Sächsischer Hof-Justitien- und Bergrat,wurde, da er im Frühjahr 1698 von einem Lchlagfluß befallen undlinksseitig gelähmt worden war, am 10. Mai 1698 per IVlanOatariummit Lichtenau belehnt. Rm 25. Nugust 1698 starb er in Dresdenohne Leibeslehnserben mit Hinterlassung der Witwe Lusanna Lrdmuthgeb. v. ponickau a. d. h. Milkel. Leine Lehngüter fielen an seine nächstenMitbelehnten, .die drei Brüder

Hans Heinrich v. Sch. zu Lchönberg und Tanneberg, Rammer-

junker,

Hans Wolf v. Sch. zu Bornitz, Rammerrat,

Hans Dietrich v. Sch. zu Wilsdruff und Limbach, Rammer-herr, sowie an

Hans Heinrich v. Sch. zu Maxen und Tunnersdors, Hof- undIustizrat, Rreissteuereinnehmer.

Die Gattin des zuletzt genannten, Frau Lva Elisabethgeb. v. Ginsiedel a. d. h. Wolkenburg, erkaufte Ober- und Nieder-Lichtenau am 4.N4. November 1698 für 19000 Taler von ihremGemahl und dessen Vettern, denen als Mitbelehnten das Gut nachRbgang der Reinsberger Linie zugefallcn war. Rm 28. Juli 1700 wurdesie belehnth. Sie starb zu Dresden am 15. Juni 1718. Thristian Gott-lieb v. holtzendorff erbte das Gut von ihr^).

>) Zu Mitbelehnten gab sie an ihren Ehemann Hans Heinrich v. Sch. zu Maxenund seine männliche Deszendenz, nach deren Nbgang ihre beiden Enkel und Tochter-kinder Hans Liegmund und Thristian Gottlieb Gebrüder v. Holtzendorff zu Thallwitz,nach deren Nbgang ihren Eidam Christoph Liegmund v. Holtzendorff zu Thallwitzund seine männliche Deszendenz, nach deren Nbgang ihre drei Vettern Hans Hauboldzu Löset, Hauptmann, Wolf Christian zu Zimpel, Nammerjunker uud Hans Rudolph,Rammerjunker, sämtlich Gebrüder v. Lchönberg.

-) In der zweiten Hälfte des ly. Jahrhunderts kam Lichtenau nochmals andas Geschlecht v. Sch.: Elisabeth v. Sch. auf Nieder - Zrvönitz, Witwe Nugust LasparFerdinand vams v. Sch., eine geborne v. Pfister, kaufte 1865 von Nugust WilhelmBader Gber-Lichtenau für 84 000 Taler, verkaufte es aber 1866 wieder.