v. Schliebsn.
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Hafer Vischofszehnt zu „Vreßaw"; vier Scheffeln Weizen und sechsScheffeln Korn zu Krobnitz, mit Zinsen, Ackern, Wiesen, Fronen rc. zurechtem Wannlehn. Zugleich erteilt der Kurfürst die Mitbelehnung anfolgende verwandte Hansens: „Georgen, Eustachien, vietterichenundt Balthasarn, seine brudere, Eustachien den eltteren zur Zossenn,undt Hansen von Schlieben, auch den eitern zur pulßnicz gebruedere,undt Albrechten, Ehristoffen und Ditterichen von Schlieben aufGordauen in Preußen, undt Hansen undt Georgen von Schliebenaus Nordenburg in Preußen, undt Veiten Michaeln undt Eustachienvon Schlieben auf Baruth in Sachsen ire vettern" und deren Erbenh.Hans v. S. befand sich in ungünstigen Vermögensverhältnissen, so daßihm sein Bruder Eustachius die Summe von 3637 FI., sein BruderBalthasar 809 FI. vorstrecken mußte. Der Kurfürst genehmigte am8. März 1580 h, daß die ausgenommenen Kapitalien aus Arnsdorf,Schlungwitz und Günthersdors hypothekarisch eingetragen würden. AlsErsatz für eine ihr schuldige Summe Geldes trat Balthasar seine hypo-thekarischen Ansprüche an Arnsdorf am 4. Juli 1582 seiner SchwesterJungfrau Margarethe v. S. ab. Um das Jahr 1588 erwarb Hansv. Seidlitz das Gut Arnsdorf. -
Einen Leonhard Schlieben, der uns im 17. Jahrhundert in derGberlausitz begegnet, besprechen wir in einer Anmerkung h. —
H Lehnsakten klrnsdorf.
2) Leonhard Schlieben hatte, wie er im Jahre 1653 dem Kurfürsten schreibt...„hiebevor in gewisser Kriegesbestallung bepdes unter weplandt Herrn General Lieute-nant von klrnimb p. und dann dem Gbristen Lhristoffen von vitzthumb vor einenHauptman gedienet, und waß einen redlichen Soldaten zustehet, ohne ungebiihrendenNuhm treulich versehen, aber nachdem letztbesagtes Regiment untergestecket worden,meinen ehrlichen klbscheidt genommen undt einen Haußwirth zu geben mich ent-schlossen, zu welchen Ende ich dann ein schlechtes Lehngütlein, Klein-Schweidnitzgenant, in El Lhurfl: vurchl: Marggraffthumb Gber Lausitz gelegen, den Frepherrnvon Nostitz umb 4000 Thlr. ab erkaufst undt bißher der Haußhaltung darauff, weillsvon weniger Nutzung, kümmerlich gepflogen". (Lehnsakten Klein - Schweidnitz).Leonhard Schlieben war am 16. März 1638 mit Klein-Schweidnitz (8 von Löbau)belehnt worden. Er hatte neben einigen Töchtern nur einen Sohn: um nun auch dieTöchter gut versorgen zu können, bat er im Jahre 1653 den Kurfürsten, ihm seinGut Klein - Schweidnitz, das fast keine Untertanen habe, aus Lehn in Erbe zu ver-wandeln. Oer Landesherr erfüllte, Nnnaburg den 10. Npril 1654, seine Bitte. DieGattin Leonhards war klnna Margarethe Schönborn. (Wagner, BudissinscheGrab- und Gedächtnis-Mahle, 1607, 2. 305.) Oer Name seines Sohnes ist uns un-bekannt. von Leonhards Töchtern kennen wir drei: klnna Margaretha, die sichmit dem Duartiermeister Hans Heinrich Goldbach vermählte. Vieser wurde, nachdemer den Dienst als Proviantschreiber und Duartiermeister in der kurbrandenburgschenFeldartillerie aufgegeben hatte, Pachter des seinem Schwiegervater Leonhard Schliebengehörigen Gutes Klein-Schweidnitz und kaufte dann am 20. klugust 1664 das GütchenJauernick (bNV von Löbau) für 1450 Ntlr. (H.-St.-5l. Boo. 9547, Vas 6. BuchDberlaus. Lehnssachen, 1657 — 74, Fol. 139.) klnna Margaretha vermählte sich nachihres ersten Gatten Tode wieder mit Gtto Siegmund v. Haas (Haß). Line zweiteTochter Leonhard.s, klnna Dorothea, verheiratete sich mit LarlNudolf v. „Llssnitz"und kaufte am 28. Mä z 1672 von ihrem Vater das Gut Klein-Schweidnitz. Linedritte Tochter, Eleonore, starb 1675 unvermählt. (Dtto, Dberlaus. Schriftsteller-Lexikon, III. Band, S. 527, Nr. 9.) - Leonhard Schlieben schreibt sich nicht adelig:er unterzeichnet sich im Jahre 1653 „Leonhnrdt Schliewen", ebenso 1654 (Lehnsakten