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v. 5chlieben.
v. Lchlieben.
Vas erstmalige Auftreten von Gliedern des Geschlechts v. Schliebenin der Gberlausitz fällt in das Jahr 1329. Km 16. August dieses Jahreserscheint in einer aus dem Grasenstein bei Grottau in Böhmen von denGebrüdern v. Donpn ausgestellten Urkunde unter den Zeugen an zweiterStelle .laroslaus äe 2IibsnH. Vieser Jaroslaus war vom Jahre 1332an Lurgvogt zu Uohnau, nördlich von Hirschselde („lloroslaus cts 8Ii-boin, castollanus in Nanozv"). Seine Gemahlin hieß Elisabeths).Ein Nptze v. Slawen und sein Sohn Wolfram traten im Jahre 1366der Abtissin von Ularienthal Anna v. Gppal Zins zu Gstritz ab, den sievon den Burggrafen von Donpn besaßen^). Endlich urkundet am18. Juni 1422 zu Hirschfelde oder Zittau ein Albrecht Wepkervon Sliben zu Uohnau, ein Stiefsohn des Matthis Lappatsch, über Zins-verkaus an einen Zittauer Bürgers.
Soviel in Uürze über das erste urkundliche Erscheinen von Ange-hörigen des v. Schliebenschen Geschlechts in der Gberlausitz aus Grundder neuesten Forschungen. Die fernere Geschichte des Geschlechts in derGberlausitz bis gegen Ende des 16. Jahrhunderts siehe bei Unothe,Geschichte des Gberlausitzer Adels und seiner Güter, 1879, S. 480 — 482.
Aus jener Zeit sei zunächst hier nur jener Glieder des Geschlechtsgedacht, die das Meißnische Gut Arnsdorf besaßen. Eustachius,Easpar, Balthasar und Hans Gebrüder v. S. hatten im Jahre 1523das Gut Pulsnitz von den Gebrüdern v. Schleinitz erkauft. Bis zumJahre 1580 blieb es im Besitze ihrer Nachkommen"). Der oben erwähnteBalthasar, der Begründer des pulsnitzer Zweiges, der später auch derUlein-Milkauer Zweig genannt wird, hatte zu seinem Anteil von Puls-nitz noch die Meißnischen Güter Arnsdorf (88^V von Bautzen) undSchlungwitz (blblO von Arnsdorf, 8^V von Bautzen) im Amte Stolpenerworben, daneben besaß er seit dem Jahre 1541") halb Spohla undhalb Brieschko (bl und 0 von Wittichenau). Nach seinem Tode saßenseine Söhne Jorge, Eustachius, Balthasar Gebrüder v. S. aus Puls-nitz, ebenso deren ausländischer Bruder vietz zunächst aus den ungeteiltenväterlichen Lehngütern. Im Jahre 1565I aber verkauften sie ihreDörfer Arnsdorf und Schlungwitz ihrem Bruder Hans v. S. und ließen,Pulsnitz den 19. Dktober 1565, die Lehn an diesen Dörfern aus. Kur-fürst Augustus belehnte nun am 20. Oktober 1565 den neuen BesitzerHans v. S. zu Pulsnitz mit Schlungwitz, Dorf und Wald; Arnsdorf, Dorfund Wald und sechs Teichen; einem Malter Uorn und einem Malter
tz voehler im Oiplomatarium Vallis 8. Nariss, Neues Laus. Ntag.Bd. 78, 5. 34.
-) Köhler, ooä. Uiploiv. Nusat. sup. I, 5. 247; voehler a. a. V. 5. 35.
H voehler a. a. V. 5. 51, 58, 54.
->) Lbenda, S. 66.
H §. G. Nichter, Geschichte und Topographie von Pulsnitz, 1804, 5. 8.
") Nnothe, Geschichte des Gberlausitzer Lidels, 5.481.
-) Lehnsakten klrnsdorf. Vas zunächst folgende ist von »ns bereits ansgefiihrtim Neuen Laus. Nkag. Bd. 76, 5. 230.