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2 (1913)
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v. Schleinitz.

v. Schleinitz.

Ms Stammsitz des in Sachsen erloschenen, einst so berühmten undhoch angesehenen, reich begüterten Geschlechts v. Schleinitz, das bereitsum die Mitte des l 3.Jahrhunderts urkundlich nachweisbar erscheint, dürftedas Schloß Schleinitz bei Lommatzsch anzusprechen seinI. Der Grundbesitzdes Geschlechts war zu Anfang des l6. Jahrhunderts ein so bedeutender,daß man mit Fug und Recht von einemSchleinitzer Ländchen" sprechenkonnte, das die beiden großen Böhmischen Herrschaften Tollenstein undSchluckenau, die Herrschaft hohnstein und eine Anzahl GberlausitzischerGüter, insgesamt einen Flächeninhalt von gegen 13^2 Csuadratmeilen,umfaßtes, von den Gberlausitzischen Gütern war zu Anfang des l7. Jahr-hunderts nur noch Gderwitz von Zittau) im Besitz der Familie.

Zur Linie Seerhausen (im Amte Gschatz) gehört Ritter Hansv. S. aus Schieritz, Zehren, Jahna, geboren 1540, gestorben am 8. Februar1613, vermählt mit Maria v. Sundhausen, gestorben am 3. April1613, wenige Wochen nach ihrem Gatten^). Hans hinterließ fünf Söhne(I-V):

I. Heinrich, kurfürstlick Sächsischer Oberst zu Roß, geboren zuSchieritz am 22. Juni 1573, gestorben kinderlos am 31. Mai 1654,erhielt nach dem Tode seines Bruders Joachim (siehe III) dessen GutJahnishausen im Meißner Rreise, sowie gemeinsam mit seinem BruderChristoph Vischdorf (0 von Löbau). Er war zweimal verheiratet:

I. mit Elisabeth v. holtzendorss, gestorben am 11. Februar 1640,-

II. mit Dorothea v. d. Pforte, gestorben am 6. April 1656.

II. Christoph, kurfürstlich Sächsischer Rammerjunker, geborenzu Schieritz am 2. Januar 1576, gestorben 1654h. Rach dem Codeseines Bruders Joachim (siehe III) siel an ihn das Gut Schieritz(KlVV von Meißen). Schon lange zuvor hatte sich Christoph in der Gber-lausitz ansässig gemacht, indem er das im Konkurs befindliche, zuvor denv. haugwitz gehörig gewesene Gut putz kau (80 von Bischofswerda)im Jahre 1615 erwarb"). Auf kurfürstlichen Befehl kam er am 12. Juni

0 Auch im östlichen Teil der Lommatzscher pflege waren im 1Z. Jahrhundertdie v. Schleinitz angesessen. Bei Ausgrabungen in der ehemaligen Klosterkirche zuSeußlitz auf dem rechten Llbufer (bl von Meißen) fand man zu Lnde des Jahres1902 eine Sandsteinplatte, auf der sich die ritterliche Gestalt eines im September 1288daselbst bestatteten Oominus Oonrsäus . . . befindet. Der von ihm in der linkenksand gehaltene Schild zeigt die drei Schleinitzschen fünfblätterigen Rosen, vergl.G. L. Schmidt, Neues Archiv für Sächsische Geschichte, herausgegeben von Lrmisch,XXV. Band (1904), S. 149 ff., sowie desselben VerfassersRursächsische Streifzüge",

III. Band, 1906, S. 72 ff., bes. S. 79-80.

2) vergl. Rnothe, Geschichte des Schleinitzer Ländchens, Neues Laus. Mag.Bd. 39, S. 401 ff.

3) vergl. die nicht immer zuverlässigeGeschichte des Schleinitzschen Geschlechtsvon Einem Mitglieds des Geschlechts", 1897, S. 218 und Taf. 4. Hansens Söhne sindbesprochen ebenda S. 228, 231, 232, 257.

tz Vas Jahr 1654 als Todesjahr nennen die putzkauer Lehnsakten. Geschichtev. Schleinitz gibt wohl nicht richtig 1651 als Jahr des Todes an.

h Er kam darum ein, seine Vettern Andreas Dietrich, Hans George, haubold,Friedrich und Abraham Gebrüder v. S. auf Seerhausen, Graupzig und Böhlen, dann