Druckschrift 
2 (1913)
Entstehung
Seite
725
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v. Scheibner.

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rot-silberner Decke, ein offener Flug in Farbe und Zeichnung des vorderenFeldes (v. Schall); II. mit rechts rot-goldener, links blau-silberner Decke,ein goldener Flügel mit drei (2, l) roten Rosen; III. mit rechts rot-goldener, links blau-silberner Decke, drei Straußenfedern gold-rot-golden;IV. mit blau-rot-silberner Decke, ein blauer Flügel, belegt mit den zweisilbernen Ouerslrömen. Schildhalter: Zwei vorwärts sehende goldeneLöwen mit niedergeschlagenen Schweifen, auf silberner Konsole.

Siehe auch v. Riaucour, Grasen.

v. Scheibner.

Christian Friedrich Scheibner wurde als Sohn des KaufmannsChristian Friedrich Scheibner H in Chemnitz in Sachsen am 3. Oktober1744 geboren, erhielt zunächst den Unterricht von Hauslehrern, besuchtedann die öffentliche Schule, studierte von 1760 bis 1766 in Halle undLeipzig, wurde am 16. Juni 1765 in Wittenberg Magister, habilitiertesich und fungierte als Assessor oräinarius der philosophischen Fakultät.1771 wurde er einstimmig zum Pastor von Friedeberg am Oueis erwähltund trat, nachdem er in Breslau am 26. Juli ordiniert worden, am26. Uugust sein Rmt an. Um 29. November/28. Dezember 1787 kaufteer die Rittergüter Ober- und Nieder - Beerberg (8 von Lauban, amrechten Oueisuser) von Johann George Freiherrn v. Hohberg und ver-kaufte sie wieder am 7. Rugust 1800 an Johann Carl Gottlob v. Nostitzfür 78 000 Rtlr. 1793 hatte er sein geistliches Rmt in Friedebergresigniert und von seinem Nachfolger eine Pension von 100 Rtlr. erhalten.Cr wurde nun Feuerbürgermeister (Zeugleutnant der Feuerwehr) inGottesberg und starb in Landeshut in Schlesien in ärmlichen Verhält-nissen am 10. Januar 1813 im Rlter von 68 I. 3 M. 7 T.; am14. d. M. wurde er aus dem alten Friedhof daselbst beerdigt^), ver-mählt war er mit Johanna Lhristiana geb. Müller.

Sein gleichnamiger Sohn, Christian Friedrich d. I. v. S., geborenzu Friedeberg am 16. Januar 1774, getauft am 17. d. M?), kaufte am29. März 1798 von Joachim Crnst v. Maltitz die Rittergüter Nieder-

es In seinem an den Kurfürsten von Lachsen als Reichrvikar gerichteten Gesuchum Erhebung in den Adelsstand, Gber-Beerberg den 2. August 1790, schreibt ChristianFriedrich von seinem gleichnamigen Vater, erwar ein Kaufmann und besaß zuLhemniz im Gebürgischen Lreise eine ansehnliche Handlung. Cr starb im Jahre 1785und er hatte den Nachruhm eines treuen Unterthans und eines rechtschaffenen Mannes,der sich mit Thätigkeit beflissen, dem Ltaate und seinen Mitbürgern durch den Ver-trieb Sächsischer Maaren nüzlich zu sepn, sich erworben". H.-St.-A. Noe. 3128, ActaNeichs-Vicariats-Sachen, Oratiosa, ac> 1790 91, vol. IV, Fol. 43.

2) Joh. Heinrich Georgp, Kurzer versuch einer Kirchengeschichte von Friede-berg am Csveis sl79Is, S. 37-38 enthält biographische Nachrichten über ihn. -weitere Mitteilungen verdanken wir den Pfarrämtern zu Friedeberg a. lflu. undLandeshut in Schlesien.

tz Freundliche Mitteilung des Pfarramts zu Friedeberg. Paten waren u. a.Johann Christoph Müller, Neä. vr. und Praktikus in Marklissa, ferner ChristianFriedrich Scheibner, Kauf- und Handelsmann in Chemnitz, wohl die Großväter desTäuflings.