Druckschrift 
2 (1913)
Entstehung
Seite
706
Einzelbild herunterladen
 

706

v. Salza und Lichtenau.

seinen Eltern bestatten zu dürfen und aus ihr Ansuchen, ihnen die durchihres Bruders Tod eröffnete Lehnsportion zu verleihen, erfolgte die Ge-nehmigung des Kurfürsten am lO. April 1667 h. Markersdorf erhieltsein Bruder Lhristoph Friedrich (vergl. 5. 703).

V. Elisabeth Eleonore v. 5., Tochter Hiobs d. I., vermähltesich am 4. Juli l64l mit Friedrich v. Hülsen, genannt Eicheln, ausGruna rc. Sie starb am 25. April 1656 h. Friedrich v. Hülsen kaufte1643 mit dem von seiner Gattin zugebrachten Ehegelde von seinemSchwiegervater Hiob d. I. v. S. zwei Bauer zu Markersdorfh.

II. Ast.

Jacob v. S., geboren im Jahre 1526, der vierte Sohn des Matthias,war kaiserlicher Rat, Landeshauptmann der Niederlausitz und seit demJahre 1582h Amtshauptmann des Görlitzer Kreises. Er besaß Heiders-dorf und Dber-Nicolausdorf (>V8^V von Lauban) und stiftete dieNebenlinie heidersdors. Auf Heidersdorf starb er am 11. März 1589 h.

vermählt war erh: I. mit Eatharina v. Gersdorss a. d. h.Dürrhennersdorf, die ihm dreizehn Kinder schenkte; II. mit Sabinav. Nostitz a. d. h. Neundors, von der er eine Tochter hatte. Seinezweite Gattin, die in erster Ehe mit Balthasar v. haugwitz verheiratetgewesen war, ließ Jacob v. S. am 20. August 1579 auf heidersdorsverleibgedingen h.

von Jacobs Söhnen seien erwähnt (IV):

I. Matthias (Matthäus), geboren am 5. Februar 1552, Herr ausNicolausdorf, begab sich in Kriegsdienste, führte 150 GberlausitzischeReiter im Jahre 1596 nach Ungarn und blieb vor Großwardein h. vonLhristoph v. Gersdorff und dessen Brüdern kaufte er das Gut Guhra(OblO vom Kloster St. Marienstern) und erhielt es am 13. Oktober 1606

1) In dem Erlaß des Kurfürsten an den Landvogt in dieser Nngelegenheit

heißt es . . .wann wir dann aus bewegenden Ursachen, iedoch daß ihrem gethanenunterthenigsten Lrbiethen gemeß es ohne sonderbares Gepränge geschehe, auch keinefrembde oder sonst viel Personen, sondern nur die nechsten verwandten darzu ein-geladen werden, die ssprrltur zu gestatten gemeinet, auch die unterthänigst gebeteneBelehnung aus Gnaden bewilliget, als ist unser gnedigstes Begehren, ihr wollet desBegräbnis halber die Gebrüder v. Salza dessen also bescheiden". . . H.-St.-N.

Boo. 9547, Vas vierdte Buch Dberlaus. Lehnssachen 1666 81, Zol. 42.

2) Nachrichten über Gruna. INspt. V. 28, klrchiv der Gberlaus. Gesellschaftder Wissenschaften.

h Diese wurden 1655 in Erb- und weiberlehn, 1668 in Spill- und Kunkel-Lehnverwandelt. H.-St.-N. voo. 9547, Drittes Buch rc., S. 56; voo. 9547, Vas fünfteBuch -c., S. 278; Boe. 9547, Var sechste Buch ,c., S. 154.

h Großer a. a. <v. III, S. 26.

h Laus. Nlagazin 1789, S. 114; ^.nulsotu Lux. I, S. 158. Er verfaßte einehandschriftlicheHistorische Beschreibung derer zwep Länder, Schlesien und Laußnitz".Vtto a. a. <v. III, S. 120.

') H."--N. Loe. 955^0,Registratur der Lehen rc., 1572-84, Zol. 59b.

h Laus. Magazin 1789, S. 115.