662
v. Nutt.
Frau Sophie Juliane v. Dppell, geb. v. Siegroth, Gattin Heinrich Adolphsv. Dppell h.
Folgende Rinder Adolph Ferdinands sind bekannt^):
a. Henriette Friederike Elisabeth, geboren zu Dresden am22. Februar 1771, gestorben am 25. Juni 1773 früh um drei Uhr,begraben am 27. Juni zu Ueichenbach.
b. Wolf Ferdinand, geboren zu Mengelsdors am 23. Junil773 früh um sieben Uhr, getauft am 28. d. Ul.
Wappen: In Silber zwei rote pfähle mit einer blauen kleinenVierung im rechten Dberwinkel. Auf dem Helm mit Bausch ein silbernesUastell. Decken rot-silbern. Illustrierte Deutsche Adelsrolle, l859,Taf. XVI, Nr. l.
V. Ruit (v. Ruth).
Gleich zahlreichen anderen Familien mußten auch Angehörige desBöhmischen Adelsgeschlechts Ruth von Dirneho ihres protestantischenGlaubens wegen ihr Vaterland verlassen. Sie wandten sich nach Rur-sachsen. Der erste, den wir hier finden, ist Bohuslav der AltereN. v. D., der mit seiner Gattin und drei Rindern im Jahre 1629 inPirna lebte und im Jahre 1630 starb b). —
Lhristoph Gottlob v. „Nutt" war kursächsischer Gberstwacht-meister. Lr kaufte am 1. Juni 1695 das Gut Mittel-Sohra (XO vonGörlitz) für 15 600 Taler, veräußerte es aber bereits wieder am24. August 1700. Tin Jahr zuvor, im Jahre 1699, hatte er das nord-westlich von Großenhain gelegene Uittergütchen Roselitz sub bustuerstanden^). Lr vermählte sich im Jahre 1693 mit Johanna Lhristina,geb. Marsch all v. Bieberstein, die in erster Ehe mit dem imJahre 1691 verstorbenen Tharles Dumosnier, Seigneur de Genevryauf Lubachau (X von Bautzen) verheiratet gewesen war. Da seineEhe mit Johanna Lhristina, verw. de Genevry kinderlos war, so batLhristoph Gottlob v. N., Roselitz, den 22. Gktober 1729, den RönigAugust II., ihm zu gestatten, die Söhne erster Ehe seiner bereits vor achtJahren verstorbenen Gattin, Tarl Abraham und Tarl GottlobGebrüder v. Genevry zu adoptieren. Die landesherrliche Genehmigungerfolgte am 22. Dezember 1729: Die Brüder v. Genevry sollten in Zu-kunft den Nuthschen Namen und das Ruthsche Wappen führen und sich„Butt, sonst Genevry genannt" nennen^).
„Tarl Abraham v. Nutt, sonst Genevry genannt", hatte, wie eram 16. August 1737 aus Roselitz dem Rurfürsten schreibt, 31 Jahre langbei der Kavallerie, die letzten 8 Jahre als Major gedient, sei im Feld-
y Vomstiftsarchiv in Bautzen, Nkten Soculahora und Temritz.
2) Laus. Magazin, 1773, S. 261.
s) Vierteljahrsschrift für Wappen-, Siegel- und Zamilienkunde, XXX, S. 16d.y ks--§t.-K. Geneal. Boo. 31789, Ruth gen. vumonier.
5) ks.-St.-N. Boo. 30549, Nr. 1497, Lanzlepacta. Die von dem Vbristlieut.Lhristoph Gottlob v. Nutt erfolgte Nrrogation seiner Stiefsöhne rc. 1729.