v. Runckel.
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Schönbrunn und Db er-Lichtenau. Die Geschwister erhielten am19. Juli 1748 den Erbbrief über beide Güter, und als die Schwesterwenige Wochen später starb, fiel ihre Hälfte an diesen beiden Güternihrem Bruder Wolf Friedrich August zu. Und nach seinem Tode ge-langten zufolge fideikommissarischer Disposition seiner Mutter beide Güterin den Besitz Wolf Thristian Albrechts II. v. Soeben aus Mengelsdors undBiesig. -
Wir vermögen nicht mit Bestimmtheit anzugeben, in welchem ver-wandtschaftlichen Verhältnis zu Friedrich Wilhelm v. R. die gleich zuerwähnenden Glieder des Geschlechts stehen:
Ferdinand Eduard v. U., Major im Frankenbergschen Insanterie-Uegiment, erbat sich 1744 Lizenz zur Vermählung mit DorotheaHenriette Rother, Tochter des Kommissionsrats Or. Johann HeinrichRother in Leipzig. Im Jahre 1751 erhielt er vom Fürsten von Anhalt-Töthen den Antrag, den Erbprinzen ein Jahr lang in fremde Länder zubegleiten. Ferdinand Eduard starb als Dberstleutnant in der KurprinzessinGrenadier-Regiment zu Schönbrunn am 6. August 1762 und wurde am10. d. M. daselbst begraben h. —
Adolph Ferdinand v. U. ging in Sächsische Militärdienste undwurde 1762, im Regiment Kursürstin stehend, in der Schlacht bei Luttern-berg gefährlich verwundet, indem ihm am linken Bein beide Röhren-knochen nebst der Kniescheibe zerschossen wurden. Die zurückbleibendeSteifigkeit des Beines veranlaßte ihn im Jahre 1772 um seinen Abschiedmit Kapitänscharakter „und einer mildesten Pension" zu bitten^). Ererhielt ihn und kaufte nun, als kurfürstlich Sächsischer Hauptmann derKavallerie bezeichnet, von Wolf Ehristian Albrecht II. v. Soeben das ErbgutBiesig (14 von Reichenbach) am 26. Januar 1774 für 11 000 Taler.Am 16. November 1774 erhielt er den Erbbrief, zu Walpurgis 1778veräußerte er das Gut an den Hauptmann Friedrich Heinrich Ludwigv. Goldschmid, Edlen Herrn v. Goldenberg.
Adolph Ferdinand besaß ferner die Güter Nieder-Weigsdorfsamt Neu-Gersdorf, Maxdorf und Friedreich (sämtlich KO vonZittau). Tr hatte sie zu Walpurgis 1778 von dem eben erwähntenGoldschmid v. Goldenberg für 30 000 Taler erworben und erhielt am19. Juli 1779 den Erbbrief ausgefertigt. 1783 verkaufte er den Besitzan Johann Georg Friedrich Reichsgrasen v. Einsiedel.
vermählt war Adolph Ferdinand mit Laroline Elisabethv. Reitzenstein, Tochter Thristian Ernsts v. R. und seiner GattinTaroline Friederike v. Maltitz. Frau Taroline Elisabeth v. R. besaß einhalbgut in Soculahora (80 von Bautzen). Dieses unter domstiftlicherGerichtsbarkeit stehende, von aller Untertänigkeit und den vormalsdaraus lastenden Zugdiensten laut domstiftlicher Konzessionsurkunde vom26. Mai 1769 befreite halbgut verkaufte sie am 24. Dezember 1789 an
-) H.-St.-K. Gen. l.oe. 31784, «unckel.h Ebenda.