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2 (1913)
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615
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v. Rodewitz.

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v. Nodewitz.

Vas Geschlecht v. Rodewitz ist urkundlich mit Sicherheit seit derMitte des 14. Jahrhunderts in der Gberlausitz nachzuweisen: Jakobv. R. war im Jahre 1354 Zeuge, als Gtto v. Luttitz das vors Liserode(bM von Löbau) dem Kloster Marienstern überwies. Sein StammgutRodewitz (wohl das von Löbau gelegene Gut dieses Ramens)

hatte das Geschlecht schon zu Anfang der 15. Jahrhunderts an diev. Kopperitz verkauft*).

I. Linie Friedersdors.

Heinze von Rodewiz auf Fredersdorf" ist der erste seinesGeschlechts, der uns als aus Friedersdors (0 von Neusalza) gesessenurkundlich überliefert wird. Er verkaufte im Jahre 1469 Güter zuKlein-Radmeritz (1M0 von Löbau) und Baschkewitz^) für 240 Markan Hans v. Gersdorfs zu Vischdorsh. heinzes Enkel, die sechs GebrüderBernhard, Heinrich, Taspar, Hans, Peter und Thristoph v. R.gelangten im Jahre 1532 in den Besitz des Gutes Friedersdorf*). Rm14. Rugust 1559 belehnte Kurfürst August von diesen sechs Brüdern nochBernhard, Heinrich, Hans und Thristoph mit dem Niederdorfe Frieders-dorfin der pflege zu Budissin"^). Und gegen Ende des 16. Jahr-hunderts, am 31. März 1595, verreichte der Administrator FriedrichWilhelm von Weimar denGevettern" Peter und Thristoph v. R. dasGut Nieder-Friedersdors. Thristoph war damals schon hochbetagt undvergaß der Lehn Folge zu leisten, fand jedoch für sein versehen Ent-schuldigung bei seinem Lehnsherrn°). Vieser Thristoph v. R. aus Frieders-dorf hatte am 26. November 1592 als einer der Beisitzer des Landvogtsan einer Ehrentafel (Ritterrecht") im königlichen Schlosse zu Bautzenteilgenommen').

Im Jahre 1600 erscheintThristoff von Gerßdorff alß die itzigeLrbsherrjschafft" von Nieder-Friedersdorsh, im Jahre 1601 wird alsErbherrschaft genannt Peter v. R. und Thristoph v. Gersdorffh. WenigeJahre später, im April 1604, treten als Erbherren auf Rudloss v. R.und Peter v. R.Gevettern"*°). Dieser Rudolph (oder Rudloff), demder Beinameder Altere" in den Lehnsakten von Friedersdorf zu teil

0 Ooä. äiplom. 8ax. rs§. II, I, 5. 102; Knothe, Geschichte des DberlausitzerRdels, 1879, S. 451.

2) paschkowitz, Ortsteil von Klein-Radmeritz, vergl. Neues Laus. Mag. Bd. 7Z, 5.162.s) verzeichniß Gberlaus. Urkunden I, 5.8. Heft, 5. 110.tz Knothe a. a. O. 5. 452.

Lehnsakten Friedersdors.

o) In einem Lchreiben des Administrators Friedrich Wilhelm von Weimar heißtes im Jahre 1598 von Thristoph v. R., ...das er Rodewiz nicht aus vorsaz,sondern alß ein alter und fast kindischer Mann, auch aus Unwissenheit, den Lehennicht gebührende volge gethan". Lehnsakten Friedersdorf.

0 Larpzov, Lhren-Tempel der Ober-Lausitz, 1719, I, 5. 165.s)Der Lcheppen zu Friderschdorff Gerichts Memoriall, aufgerichtt im1521. Iar" rc., Manuskript in unserem Uesitz, Fol. 111.

2) Ebenda, Fol. 113d.io) Ebenda, Fol. 118b.