Druckschrift 
2 (1913)
Entstehung
Seite
475
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v. ponickau.

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mahlt hatte er sich zu Ramenz mit Eatharina Margarethe v. Schön-berg aus Reichenau*). Lr scheint keine Rinder besessen zu Habens,deshalb gelangte Hogerswerda an seinen Gheim Georg Rudolph v. p.

II. Rst.

Georg Rudolph v. p., der zweite Sohn Hansens, war nach demvon ihm selbst verfaßten Lebenslaufs am Donnerstag nach Rreuzes-erhöhung 1673 fl 7. Septembers nachmittags zwischen fünf und sechs Uhrim Zeichen des Zwillings geboren, besuchte die Schulen zu Zittau undRamenz und übernahm dann das Gut Neschwitz von Bautzen).

Um Kirche und Schule dieses Drts machte er sich durch Schenkungen andas pfarrlehn (1604), durch Erlaß einer Schulordnung (1608) und andereEinrichtungen sehr verdient*). Im Jahre 1612 verkaufte Georg Rudolphdem Christoph v. Minckwitz aus Radibor ein Stück seiner kleinen Heide ^),ferner wohl um dieselbe Zeit dem Thristoph v. Sommerfeld zu holschaein Stück Holz. Da dieser dem Verkäufer die Raufsumme an 300 Talernschuldig geblieben war, so erging über Gut und vermögen v. Sommer-felds am 7. Mai 1614 ein Rmtskonsen§o). Nach dem kinderlosenTode seines Bruders Hans Thristoph ('s 1627, vergl. S. 480) fielen dessenGüter Baselitz und Hennersdorf an Georg Rudolph, sowie an seinenNeffen Hans Gtto (den Sohn von Georg Rudolphs Bruder Hans, vergl.S.481) aus Döbra. Zufolge Vergleichs übernahm Georg Rudolph Henners-dorf mit Gelenau. Rm 16. März 1629 belehnt, verkaufte er beide Güternebst einem in Hennersdorf liegenden Vorwerke im Jahre 1631 für13 600 Taler der Stadt Ramenz h.

Der wichtigste Besitz Georg Rudolphs war die Herrschaft Hoyers-werda, die nach dem im Jahre 1647 erfolgten Tode seines NeffenRudolph an ihn fiel. Rm Mittwoch nach tffuasimodogeniti 1648 ^) fl 2. Rprilsbestätigte er die Begnadungen des Städtleins Hoyerswerda. Lange konnteer sich dieses Besitzes nicht erfreuen, da er am I.Iuli 1649 im Rltervon 76 Jahren starb. Er war ein sehr frommer Herr, der neunzehnselbstgeschriebene Gesang-, Gebetbücher und geistliche Traktate hinterließ").Ein Freund der Rirche und Geistlichkeit, bedachte er nicht nur Rirche undSchule seines Gutes Neschwitz, wie erwähnt, mit Stiftungen, er schenkte

y Frentzel a. a. V. 5.42.

2) Der im Text (II. Nst) zu erwähnende Georg Rudolph war nach Frentzela. a. V. 8. 44 ein 5ohn Rudolphs. Daß diese Nngabe irrig ist, geht au; den Geburts-und Todesdaten Georg Rudolphs hervor.

3) Frentzel a. a. G. 5. 45.

Rite Dberlaus. Rirchengalerie, 5. 541: Neue 8ächsische Rirchengalerie, viöceseBautzen, 5. 315, 316, 322.

h H.-5t.-N. Noo. 9552, Die Ratibar - IRinckwitzischen dem Herrn von Bieber-stein zu Lehen gehende Güther zu Ratibor und Rlalsitz betr., 5. 118.

°) H.-8t.-6. Noe. 9545, Verzeichnis der Lehen -c., Fol. 223b.y H.-5t.-N. lboe. 9546, Vas zweite Buch Dberlaus. Lehens-5achen, 1631-50,Fol. 1; I. G. Bönisch, Topographie von Tamenz, 1825, 8.299.h verzeichniß Dberlaus. Urkunden II, 8. 314.h Frentzel a. a. V. 8. 45.