o. ponickau.
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IV. Nst.
Nbraham v. p., der vierte Sohn woiss aus Elstra, besaß KriepitzsO von Elstra). Er starb im Jahre 1606 mit Hinterlassung dreierSöhneh (I-III):
I. Nikol.
II. Wolf Nbraham. Siehe unten an letzter Stelle.
III. Hans Jakob.
I. Nikol v. p. besaß Pohla (lMO von Bischofswerda) und legte1600—1610 aus eingezogenen Bauergütern ein Vorwerk daselbst anh.Im Jahre 1631 suchte er die Lehn über das von seinem Bruder weil.Hans Jakob hinterlassene Gut Gödlau (8 von Elstra).
Nikol fand im Jahre 1631 durch einsallende Kroaten einen gewalt-samen Todh.
III. Hans Jakob besaß Gödlau. Nach seinem Tode suchte seinälterer Bruder Nikol die Lehn über dieses Gut.
II. Wolf NbraHam v. p., der mittlere Sohn Nbrahams, pflanzte denStamm fort. Ihm gehörten die Güter Kriepitz, sowie Wendisch-Baselitz(0 von Kamenz). Kriepitz war ihm nach dem Tode seiner GroßmutterFrau Magdalena v. p., geb. v. Schönberg (vergl. S. 453), der Gattin Wolfs(f 1580) aus Elstra zugefallen. Sie hatte das Gut leibgedingsweise undauf Rückfall inne gehabt. Nm 16. Mai 1624 mit Kriepitz belehnt, ver-kaufte er das Gut 1626 an Rudolph v. Bünau. von seinem anderenGute Wendisch-Baselitz verkaufte er Zeinen Teil, nämlich acht ganze, zweihalbe Hüfner, sieben Gärtner und zwei Häusler, samt der Hahnmühle undzwei Teilen an der Schenke im Jahre 1625 an Nbtissin und Konventdes Klosters Marienstern.
Wolf Nbraham erhielt von dem kurfürstlichen Rumormeister Wilhelmv. Krähe wegen ihm angeblich zugefügter Beleidigungen am 8./18. Dezem-ber 1621 eine Herausforderung zum Zweikampsh.
vermählt mit Euphemia v. Soeben hatte Wolf Nbrahamzwei Söhne:
Fol. 111. — kseckel, Beschreibung von Bischoffswerda, 1713, S. 298 nennt den7. März 1639 als Tag des Zweikampfs. Der gefallene v. Dersdorfs wurde am28. März „adelicher Weise" begraben.
tz Larpzov a. a. V. II, Taf. I, 5. 169.
h Neue Sächsische Rirchengalerie, Oiöcese Bautzen, Spalte 363.
Hans Trifft Schönlebe, der Vormund des unmündigen Hans Georgs I. v. p.,eines Neffen und Erben Nikols, schreibt am 12. Februar 1632 an den Dberamts-verwalter über sein Mündel und erwähnt dabei die traurige Begebenheit mit folgendenWorten: Nachdem „bep vorwichener Unruhe und der Trabaten Einfall in der StadtBischofswerda sein Vetter (Titel.) Nicol von ponigkau uf Pohla seel. von denTrabaten doselbsten am 17./7. Dctobr. verstrichenen 1631. Jahres erbärmlicher Weißeniedergemachet, wie auch sein mündiger Bruder (Titel) Wolf Lhristian v. ponigkauseel. nicht weit von Pohla in einen Gepüsche gleicher Gostaldt niedergehauen worden unddahero wegen solcher unverhofften Fälle uf ihm shans Georg) als einzigen und nehstenAgnaten das Rittergut sambt denen darzu gehörigenvorffpohla nebenst denvorffJedelausambt allen dererselben pertinentien, Nuzung, herrligkeiten und Gerechtigkeiten gefallenund gestammet", so bittet er für sein Mündel um einen Indultschein. Lehnsakten Pohla.
tz H.-St.-N. Noo. 9617, Gberlaus. Justizsachen, vol. II.