vermählt hatte er sich am 31. Mai 1677 mit Jungfrau LleonoraSophia v. Lüttichaus.
III. Wolf Dietrich v. p., ein Lohn Christoph Bennos, geborenam 16. August 1638, getauft am 23. d. M. in ponickaich), begründete dieNeustädteler Linie. Er starb zu Linz am 30. Juli 1705 und wurde inder Kirche daselbst begraben. Seine Gattin Anna Latharina geb.v. Schleinitz starb in Dresden am 26. Mai 1708 und wurde am 9. postTrinitatis s5. August!) in Linz begraben^).
Sein Sohn Wolsgang (Mols) ftaubold v. p., Kammerjunker,pflanzte den Stamm fort. Er erwarb nacheinander eine Anzahl vonRittergütern in der Gberlausitz. Zuerst kaufte Wolsgang ftaubold „a. d.ft. Linz" am 3. April 1702 das Rittergut Weidlitz (bl^V von Bautzen)für 11 600 Taler einschließlich Schlüsselgeld und wurde am 12. Januar 1703belehnt, ftierzu kaufte er am 9. August 1703 von Carl Gottlobv. ponickau auf Medewitz ein Stück ftolz „mit Grund und Boden, Gerichtund Gerechtigkeiten, hohen und niederen Jagden, wie es in seinen Rainenund abgepflöckten („obgefleckten") Bäumen und Maalzeichen zu befinden",für 2150 Taler Kaussumme. Am 13. März 1704 vertauschte Wolfgangftaubold Weidlitz an Johann Christian v. fteldreich, nahm dafür vondiesem die Güter Lubachau (bl von Bautzen) und Kleinwelka (blbl>Vvon Bautzen) und zahlte dem v. fteldreich noch 6100 Taler hinzu. Am21. Mai 1704 wurde er mit beiden Gütern belehnt. Das Gut Klein-welka verkaufte Wolfgang ftaubold noch in demselben Jahre, brachtees 1705 abermals an sich und zwar zum Preise von 7350 Talern, wurdeam 7. November 1705 belehnt und veräußerte es noch in diesem Jahre(1705) an Carl Wilhelm v. Wahren. Das andere eingetauschte Gut,Lubachau, verkaufte er im Jahre 1708 an Carl fteinrich v. Klüx. Dafürerwarb er nun am 4. Juni 1708 von Friedrich Wilhelm v. Schack dasRittergut Thumitz (>V8>V von Bautzen) mit Ausnahme des „Schwarz-Holzes" oder „großen Waldes" für 7400 Taler mit Einschluß des Schlüssel-oder fterdgeldes. Am 16. August 1708 erhielt er den Lehnbries, am2. April 1712 verkaufte er das Gut an Joachim Friedrich v. Triegern.Als Besitzer von Thumitz kaufte Wolfgang ftaubold am 7. September1709 von dem königlich polnischen kurfürstlich Sächsischen Amtmann zuStolpen Carl Christian Marche im Namen des Amts das zu Wölkau(bl von Thumitz) gelegene sogenannte ftöckersche Lehngut, das bei denletzten Schwedischen Unruhen wegen der von diesem Gute gefordertenschweren Prästationen sowohl von Christoph Siegmund v. Raussendorfaus Schmölln, als auch von Matches ftepne, den vorherigen Besitzern, inSchriften aufgelassen und dem Amte Stolpen zediert worden war. DerKaufpreis betrug 1000 fl. Meißnisch oder 875 Taler cour. Am 30. No-vember 1709 erhielt Wolfgang ftaubold den Lehnbries, am 28. Dezember
>) Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser, 1904;v. Zeilitzsch, a. a. G. S. 169.
2) v. Feilitzsch, a. a. G. 5. 241.