430
v. Pförtner-v. Piatti.
Frau Agnes Marie verehel. Generalmajor v. Bünau, geb. v. Larlowitz,während er Strehla Görziger und Strehla Trebnitzer Anteils zu einemFideikommiß erhob.
Wappen: Schild geviert. 1, 4: in Rot eine schräg gestellte eisernePflugschar,' 2, 3: in Silber ein schräg gestellter Rst mit drei grünenLindenblättern. Helm gekrönt. Kleinod: Zwei schräg gestellte eisernePflugscharen, ringsum besteckt von je sieben silbernen Straußfedern.Decken rot-silbern. Tprofs, Wappenbuch der Sächsischen Staaten,IX. Sand, Gas. 63.
v. Pförtner.
Die Familie v. Pförtner gehört zu den ältesten Patriziergeschlechternvon Sreslau, Schweidnitz, Frerfftadt und Neumarkth. In der Gberlausitztreffen wir zunächst zu Beginn des 17. Jahrhunderts eine Lusannav. Pf. als Gattin Lucas' v. Schachmann auf Hermsdorf bei Görlitz. —Ernst Jacob v. Pf. zu Sohra j?j vermählte sich 1661 mit AnnaDorothea v. Lindemann, Tochter Lhristoph Karls v. B. aus Lbers-dors, Mittel-Gerlachsheim. Sie kaufte am 6. Dezember 1666 von Rudolphv. Pentzig auf Wanscha, Reutnitz und Rieda ein Bauergut nebst dreiGärtnern zu Reutnitz (XO von Gstritz) und empfing am 10. November1667 die Belehnung. Ihr Gatte starb am 8. April 1675 im Rlter von43 Jahren2). 1677 schloß sie eine zweite Ehe mit Christoph Heinrich
v. Boblitz aus Lomnitz und verkaufte in eben diesem Jahre ihr Lehn-gütchen zu Reutnitz an Hans Lhristoph v. Luttitz.
Wappen: Schild geteilt: Gben in Blau ein sitzender silbernerWindhund mit goldenem Halsband, unten in vier Reihen geschacht vonGold und Blau. Gekrönter Helm. Kleinod: Der sitzende silberne Wind-hund zwischen zwei abwechselnd von Blau und Gold mehrfach geteiltenhörnern. Decken blau-goldenff. Siebmacher II, Tas. 51, Nr. 10,unter den „Schlesingischen".
v. piatti, Grafen (Marquis).
Angehörige der alten venetianischen Familie v. piatti ließen sichum die Mitte des 18. Jahrhunderts in Sachsen nieder und gelangten zueinflußreichen Stellungen im Hof-, Militär- und Zivildienst.
ff Genealogisches Taschenbuch der Ritter- und Ndels-Geschlechter, 1879, 5. 419.
-) Kloß, Genealog. Nachrichten, Nlspt. der Bibliothek! der Gberlaus. Gesellschaftder Wissenschaften, Bd. II, v. Bindemann; Bd. XI, v. Pförtner.
ff Vas Genealogische Taschenbuch ic. 1879, S. 419 erwähnt, das Geschlechtv. Pförtner habe eine kaiserliche Wappen- und Ndelsbestätigung am 24. November1438, eine Wappenbesserung und Bestätigung des alten Ndels am 8. Nugust 1563, einenochmalige Wappenbesserung und den Böhmischen Ritterstand am II. November 1723erhalten. Vas Geschlecht Pförtner v. d. Hölle führt gegenwärtig folgendes Wappen:Schild geteilt, die obere Hälfte gespalten, vorn in Rot zwei ins Nndreaskreuz gelegtegoldene Lilienstäbe, hinten in Blau ein laufender silberner Windhund, vie untereHälfte ist geschacht von Blau und Gold. Kleinod: Blau-goldener Ndlerflug, in dessenMitte die ins Nndreaskreuz gelegten goldenen Lilienstäbe. Decken rot-silbern,blau - golden.