v. Dppell.
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Zunächst ist einiger Angehöriger des Geschlechts als Vasallen derHerrschaft Friedland und Leidenberg zu gedenkenh. Das nordöstlich vonSommerfeld gelegene Gut Leuthen rührte von der Herrschaft Friedlandzu Lehn. Den dritten Teil dieser Niederlausitzischen Besitzung verkaufteAdam v. Niesemeuschel an Hans I. v. G. (Sttfl. Bl. 2, Nr. 33), der amFreitag nach Kxaltationis crucis 1340 s17. September) von Joachim II.v. Bieberstein belehnt wurde. Gleichzeitig mit einem gleichnamigen Vetter,Hans v. G. (Sttfl. Bl. 10, Nr. 385) zu Linderode im Kreise 5orau, Haupt-mann zu Friedland 2), wurde der zuerst genannte Hans I. v. G. im Jahre1559 abermals mit dem dritten Teile von Leuthen belehnt. VieserHans I. hatte einen Lohn Adam v. D. (Lttfl. BI. 2, Nr. 35), der zweimalvermählt war und im Jahre 1584 starb. Er hinterließ mehrere Löhneund zwar zählen die Friedländer Lehnsakten auf: Eusebius und seinedrei Stiefbrüder Ulrich, Georg und Lhristoph (Lttfl. BI. 2, Nr. 45,48, 50, 53), welch letzterer noch als minderjährig bezeichnet wird. Diesevier Brüder — Eusebius nur bedingungsweise — erhielten zu Friedlandam Tage Iollannis baptistas 1598 f24. Juni) die Belehnung mit demdritten Teile des Dorfes Leuthen. Bei einer abermaligen Belehnung amTage Bartholomäi 1612 s24. August) werden nur noch Ulrich und Thristophals Besitzer des Drittels von Leuthen genannt. Im Jahre 1624 war vonden Brüdern Thristoph allein noch am Leben; er empfing im Juni diesesJahres zu Prag von Wollenstem, Herzog zu Friedland, die Belehnungmit dem dritten Teil des Dorfes Leuthen ^).
Dieses Thristophs v. G. Enkel, seines Sohnes Hans Söhne: OttoFriedrich, Georg Abraham und Heinrich Gottlob sind dieBegründer der Linien Fritschendors, Thiemendorf und Leuthen (Lttfl. Bl. 3,Nr. 96, 98, 101).
Dem Lausitzischen hauptstamm gehört auch der folgende an: EinEnkel des oben genannten Eusebius, Adam Tarl v. G. (Lttfl. Bl. 2,Nr. 73) auf Langenöls, kaufte am 9. Nlai 1671 von Laspar Georgv. Nostitz Gber-Gerlachsheim (88^ von Lauban) und überließ ihmdafür Langenöls. Bereits 1674 verkaufte aber Adam Tarl sein GutDber-Gerlachsheim an Wigand v. Gersdorff auf Meffersdors und erwarb
Neusalza gab im-Jahre 1908 die auf langjährigen archivalischen Forschungen beruhen-den, mit außerordentlicher Mühe und Sorgfalt zusammengestellten „Stammtafeln desdem Lausitzer Uradel angehörenden Geschlechts derer von Vppell", 16 Stammtafeln,1 Übersichtstafel und ein sehr genaue; und ausführliches Register enthaltend, heraus,nachdem er bereits früher den Artikel „von Gppell" im Jahrbuch des Deutschen Adels,I. Rand 1896, S. 856 — 875 verfaßt hatte. — Wir beziehen uns auf die v. GppellschenStammtafeln durch die Bemerkungen im Text: (Sttfl. Bl... Nr...).
h vergl. zu dem Folgenden Helbigs Regesten zur Geschichte des Lehnsadelsder Herrschaften Friedland und Seidenberg, Neues Laus. Mag. Bd. 73, S. 87 — 88.Der Name wird hier beständig „v. Gppeln" geschrieben.
2) Tr war von 1551 — 1558 königlicher, von 1559 — 1562 v. Roedernscher Haupt-mann zu Friedland, von 1563-1564 v. promnitzscher Hauptmann zu Sorau. NeuesLaus. Mag. Bd. 73, S. 87, Anm.i Sttfl. Bl. 10, Nr. 385. - Vieser Hauptmann Hansv. D. besaß ein selbsterbautes Haus in Friedland, das er 1553 an Andreas Hofmannverkaufte. Neues Laus. Mag. Bd. 86, S. 238.s) Neues Laus. Mag. Bd. 86, S. 238.