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v. Gelsnitz.
Pirna und unterschrieb 1637 das Bittgesuch der Exulanten h. Ihr Gatte,dessen Name nicht bekannt ist, war schon vor dem Jahre 1621 gestorben,von ihren Rindern sind bekannt ein Lohn Burian, der als Kornett inDiensten des Fürsten von Lachsen stand. Gin anderer Lohn, Bohuslavauf Robilnitzh, stand seit dem Jahre 1628 mit seiner Frau und achtRindern unter kurfürstlicher Protektion und hielt sich vom Jahre 1640an in Zittau auf. Gin dritter Lohn, Bernhard, lebte seit dem Jahre1629 mit seiner Gattin und drei Rindern in Pirna. Lin vierter Lohn,Hans Heinrich L., wohnte 1636 mit seiner Mutter zusammen in Pirnaund erhielt im Jahre 1652 „als verpflichteter Untersasse im Markgraf-tum Dberlausitz" einen Paß nach Böhmen"). Hans Heinrich, der genanntwird „aus Dobraschanz", war vermählt mit Dorothea Schlechtowa,einer Tochter Wenzel Wolfs v. Revytkau aus Neusedlau. Frau Dorotheastarb im Jahre 1677, ihre Tochter Dorothea Rosina v. L., geboren1633, folgte ihr im Tode am 10. Npril 1706 im RIter von 73 Jahren.Beide wurden in Hainewalde bei Zittau bestatteth. Ihr an der Süd-seite des v. Tanitz-Rpawschen Mausoleums aus dem Rirchhos in Haine-walde befindlicher Leichenstein zeigt folgendes Wappen: Im Schilde einRechtsschrägbalken, belegt mit drei Rosen. Helm ohne Rrone und Bausch.Rleinod: Offener Flug, belegt mit der Schildfigur und zwar der rechteFlügel mit einem Links-, der linke mit einem Rechtsschrägbalken.
von diesem Wappen unterscheidet sich das des Meißnischen uradeligenGeschlechts v. d. Gelsnitz nur dadurch, daß dieses im Schilde den Schräg-rechtsbalken mit drei silbernen Rugeln, nicht mit Rosen belegt, führtI.Wir sind daher wohl zu der Annahme berechtigt, daß die erwähntenBöhmischen Exulanten (v.) Llsnitz dem Meißnischen uradeligen Geschlechtv. d. Gelsnitz zugehören").
l) Vierteljahrsschrift für Wappen-, Siegel- und Familienkunde XXX (1902), S. 86.
-) Vas eingezogene Gut Kobilnitz des Bernhard v. Delsnitz wurde am 6. Dezember1623 an Karl Friedrich Plateys für Zl7ld Fl. verkauft. L. ff. Pefcheck, Geschichteder Gegenreformation in Böhmen, I. 8d., 1844, S. 4dl.
Vierteljahrsschrift -c. XXX, S. 86, 87.
fl L. B. pescheck, Geschichte der Gegenreformation in Böhmen, II. Bd., 1844,S. 463, 474; L. Gurlitt, Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenk-mäler des Königreichs Sachsen, 2d. Heft, Zittau - Land, S. 34 gibt die Inschrift desLeichensteins.
h Siebmacher, I, Taf. 165, Nr. 10; Gothaisches Genealogisches Taschenbuchder Ndeligen Häuser, zygg (z Iahrgg.).
o) In dem Werke von N. B. L. v. d. Gelsnitz, Stammtafeln des Geschlechtsvon der Gelsnitz, 1Y03, sind die Böhmischen Tlsnitz nicht ausgezählt, auch nicht derim Text gleich zu besprechende. — Ls seien von der Böhmischen LxulantenfamilieLlsnitz noch folgende Glieder erwähnt: Iaroslav v. Gelßnitz lebte 1655 in Zittau.(Vierteljahrsschrift für Wappen- rc. -Kunde, XXX, S. 87.) — Georg v. Delsnitzwar in erster Lhe vermählt mit Libylla geb. Lindemann, die am 22. Mai 1634 inPirna beerdigt wurde, in zweiter mit Ngneta v. Berbisdorfs, (v. Ooerr, Genealo-gische Daten rc. in den Sitzungsberichten der König!. Böhmischen Gesellschaft derWissenschaften, phil.-hist. Klasse, IdOO, Separat-klbdruck S. 7, Nr. 24 und S. 9, Nr. 31;Vierteljahrsschrift -c. XXX, S. 87). — Über die v. De. auf Käthen in der SächsischenSchweiz im 15. Jahrhundert vergl. Meiche, Die Burgen und vorgeschichtlichen Wohn-stätten der Sächsischen Schweiz, 1907, S. 190 ff. vergl. auch Neues Laus. Mag. Bd. 65,S. 179; Bd. 85, S. 46, 60.