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2 (1913)
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v. Nostitz.

(080 von Großschönau). Km 14. Januar 1587 verkaufte er beide Güteran den Kat der Stadt Zittau für 26 000 Taler*) und behielt sich nurein Stück Holz auf dem wüsten Vorwerk an der lvarnsdorfer Grenzezurück. Seinen Geschlechtsvettern gelang es nicht, den verkauf, mit demsie durchaus nicht einverstanden waren, rückgängig zu machen: KaiserRudolph II-, an den sie sich in dieser Angelegenheit wandten, erteilteihnen einen ungünstigen Bescheid. Hartwig zog sich auf sein Gut nachWarnsdorf (IOV von Großschönau, in Böhmen), das er von Barbarav. Leimar erkauft hattet, zurück und starb hier am 12. März 1607. InGroßschönau wurde er bestattet^). vermählt war er mit Tatharinav. ponickau a- d. h. Elstra und hinterließ fünf Söhne und eine Tochter.Die fünf Söhne waren:

I. Ulrich.

II. Lhristian. Siehe unten.

III. Lonstantin, starb 1630 bei einem Caspar v. Gersdorff zuKottmarsdorsh.

IV. Eustachius.

V. Gottfried.

Über Eustachius fehlen alle weiteren Nachrichten. Ulrich war eingewandter lateinischer Poet: 1619 ließ er in Zittau das LutherliedLinefeste Burg" in lateinische Distichen umgesetzt, im Druck erscheinen h. Erstarb vor dem Sommer 1627, denn am 10. Juni dieses Jahres wurdenseine Brüder Christian und Lonstantin mit dem Gute des verstorbenenBruders Klein-Schweidnitz (8 von Löbau) belehnt. Gottfried wirdals damals abwesend bezeichnet.

II. Lhristian v. U., geboren im Jahre 1584, wurde kaiserlicherRat, Kämmerer und Dberamtskanzler in Ober- und Nieder-Schlesien,auch fürstlich Münsterberg-Bernstädtischer Rat. von seinem BruderLonstantin kaufte er 1627 dessen Anteil an Klein-Schweidnitz. DenAnteil seines verstorbenen, stark verschuldeten Bruders Ulrich an Klein-Schweidnitz hatten dessen Kreditoren Lhristian verkauft, der später alleindas Gut besaß und es 1638 an Leonhard Schlieben veräußerte.

Schon vorher hatte Lhristian das Gut (Huatitz (dUIO von Bautzen)an sich gebracht. Er hatte es gegen Abtretung seines in Warnsdorf be-findlichen Gutes und Zahlung einer gewissen Geldsumme erworben undes war ihm am 15. September 1613 vor dem königlichen Gberamt zuLehn verreicht worden. Es waren aber der Lehnbrief u. a. Urkundendem neuen Besitzer während der Kriegsunruhenverrückt" und abhandengekommen, so daß Lhristian am 6. September 1622 abermals mit demfrüher im Besitz Anshelms v. Logau befindlich gewesenen Gute (Huatitzbelehnt wurde, wiees ermelter der v. Loga von seines verstorbenen

9 Die Verkaufsurkunde bei Richter a. a. G. 5. 405, Nr. XXII.

2) N. Palme, Warnsdorf mit seinen Denkwürdigkeiten, 1852, 5.21.

tz Daselbst befindet sich noch sein INonument. Nbgebildet bei Palme a. a. V.Tafel bei 5.21; beschrieben bei Gurlitt a. a. V. kfeft 29, Zittau-Land, 5. 21.

tz Müller, Mspt. Heft m, §. 5 .

b) Rbgedruckt in v. Nostitz, Beiträge, 5. 155.