Druckschrift 
2 (1913)
Entstehung
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272
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v. Nostitz.

Hans Heinrich I. v. N. starb zu Neukirch am 8. Februar 1680 frühgegen zehn Uhr im Klier von 75 Jahren fer war also 1605 geborensund wurde am 30. März 1680 begraben h. vermählt war er mit UnnaGertrudisWessinin" (oder Wossinin) und ließ vom Jahre 1649 anfolgende Kinder in Neukirch taufen h:

1. Johann Hartwig,bapti^abaiur a nativiiuie post tresssptimanss 6. 18. Leptbr." 1649h.

2. Maria Sophia, getauft 14. Juli 1650, gestorben 20. Juli1678, 28 Jahre alt, begraben 8. Kugust zu Neukirch.

3. Katharina Elisabeth, getauft 6. November 1651. Sievermählte sich: I. mit Hans Julius v. Burkersroda; II. mit FriedrichWilhelm v. Schack.

4. Helena Nosina, geb. 20. November, get. 8. Dezember 1652,früh gestorben.

5. Heinrich Kdolph, geb. 2., getauft 9. Januar 1654, gestorben20. Juli 1658.

6. Johann Heinrich II., get. 22. Februar 1655.

7. Johannes,kaptirabatui' äomi mit der Nothtauffe cl.15. Nazi" 1659.

Hans Heinrich I. verkaufte sein Gut Dber-Neukirch am 19. Sep-tember 1678 seinem unter Nr. 6 aufgeführten Sohne Hans Heinrich II.v. N. für 12 000 Talers am 30- Juni 1679 wurde er belehnt. Zu Gber-Neukirch erwarb Hans Heinrich II. am 11. Nugust 1695 noch das ehe-mals v. ponickausche Gut Nieder-Neukirch nach vorausgegangenerSubhastation für 24 300 Taler. Um 15. Juni 1697 wurde er mit Nieder-Neukirch belehnt und vereinigte nun also Ober- und Nieder-Neukirch inseiner Hand. Nber schon im Jahre 1701 kamen beide Güter zur Sub-hastation und Friedrich v. Vurkersroda erstand sieh.

Es ist noch ein Ulrich I. v. N. aus Nieder-Neukirch zu erwähnen,dessen Verwandtschastsverhältnis zu den erwähnten Gliedern der Neu-reichlich die stattliche Holzung Neukirch, die ganz Lautzen mit Holz versorge undgroßen Gewinn bringe. Lehnsakten Neukirch.

H Nach dem Kirchenbuch von Neukirch in L. I. 30, Nlspt. l. Teil, 5. 503-504.

2) Ebenda, S. 503-504.

-h Der Verfasser des Manuskripts L. I. 30 bemerkt hier:In Martins sdesKirchenbuchs von Neukirchs ist per sixnurn oruois bemercket, daß das Kind gestorbensep". Im 46. Luch Gberlaußnitzischer Justiticn-Sachen so 16841691 (H.-St.-N.Loo. 9528 Fol. 60 ff.), werden drei Söhne Hans Hartwigs v. N., nämlich die GebrüderHans Heinrich, Larl Gottlob und Hans Hartwig v. N. im Jahre 1684 als lebendaufgeführt. Deren Vater, Hans Hartwig v. N. wird als ein vor seinem Vater HansHeinrich d. Ü. v. N. verstorbener Sohn bezeichnet.

H Hans Heinrich II. v. N. hatte nicht nur mit seinen Untertanen, sondern auchmit dem Pfarrer von Neukirch N. Gottfried Metzner wiederholt Streitigkeiten. Sobeschwerte sich letzterer am 12. November 1683 beim Gberamtsverwalter, der v. N.habe ihn zu sich eingeladen, Streit begonnen, ihn geschmäht,seine Hand gegen mirstets auffgehoben, nach dem Leuchter gegriffen und mich im Bepsein vieler fürnehmenNdelichen Personen und dann in Gegenwart derer Diener und gantzen Haußgesindeseinen gottlosen Pfaffen vielfältig geheißen, mit vielen Injurien mehr verletzet, auchmich übel zu tractiren mit großem Eyfer bedrohet" w. H.-St.-N. Loo. 9528, Das46. Luch Gbcrlaußnitzischer Justitien-Sachen so 16841691, Fol. 80 ff.