v. Niebelschüh.
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für. und Steuerdeputierter und starb als letzter des angesehenen Geschlechtsv. N. im Jahre 1793').
Wappen: Schild gespalten, auf der Spaltlinie ein silbernes, obenund unten mit Gold verziertes Zepter, vorn in Blau ein goldenerFlügel, die Sachsen nach innen. Diese sind besetzt mit einem silbernengesichteten abnehmenden Halbmond; hinten in Schwarz ein silbernerFlügel, die Sachsen nach innen, diese besetzt mit einem goldenen gesich-teten zunehmenden Halbmond. Aus dem Helm die beiden Flügel, genauwie im Schilde, zwischen ihnen das Zepter. Decken rechts blau-silbern,links schwarz-golden. Nach der Beschreibung im Adelsdiplom ff. — Münch,Wappenbuch Zittauischer Geschlechter, Mspt. auf der Stadtbibliothek zuZittau.
v. Niebelschüh.
Der nach dem südöstlich von Namenz gelegenen Dorfe Nebelschützsich nennenden Familie v. Niebelschütz begegnen wir zuerst im 14.Jahr-hundert in der Vberlausitzff. Sn der zweiten Hälfte des 16. und dannim ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts treffen wir wieder Angehörigedes Geschlechts in ihrem alten Stammlande.
Im Jahre 1563 wurde den Gebrüdern Peter, David, Sieg-mund und Abraham o. N., Söhnen eines uns nicht bekannten Vaters,zu Lehn verreicht das Lehngütlein zu Holtendorf von Görlitz).David hinterließ einen Sohn Hans Bernhard, „eine ziemlich blödePerson" ff, der nach dem Tode seines Vaters und der Brüder desselbendas Gütlein zu seinem bessern Unterhalt eingeräumt erhielt.
Thristoph v. N. von Holtendorf war vermählt mit Hedwig, geb.Vlekta v. Audishorn aus „Lamorawitz" in Böhmen; nach seinemTode schloß sie eine zweite The mit dem fürstlich Friedländischen Nriegs-hauptmann Dietrich v. Nonne. Thristophs „leibliche Vettern und Bruders
tz Gärtner a. a. D. 5.28. — Tr schenkte das „Lutherglas", das über zwei-hundert Jahre im Besitz des Geschlechts v. N. gewesen war, der „Kunstkammer" inDresden, Haupt a. a. G. 5. 26.
h Nbdruck des Diploms bei Haupt a. g. g). §. gg, ff. — Das Wappen findetsich ferner auf einem 5tammbuchblatt Johann Nesens (* 1583, ch 1654) im 5tamm-buche Gottfried Lternbergers, 5. 187, aufbewahrt in der Zittauer 5tadtbibliothek.vergl. Neues Laus. Mag. Bd. 74, 5. 111; ferner hält der das 5tundenglas tragendeEngel neben der Kanzel in der Hospitalkirche 5t. Jakob in Zittau in der Linken denNesenschen Wappenschild ohne Helm und Kleinod. Line Kartusche mit dem NesenschenWappen befindet sich in Zittau über dem Nrchitrav des Portals des Hauses „NeustadtNr. 37" in Zittau, vergl. Gurlitt, Beschreibende Darstellung der älteren Bau- undKunstdenkmäler 5achsens, 30. Heft (Zittau —5tadt), 5. 176, 263. Line weitschweifige,symbolische und mystische Erklärung des Nesenschen Wappens gibt der ZittauerPastor Primarius N. Michael Theophilus Lehmann in seiner Leichenpredigtvom Jahre 1654 auf Johann Nesen: „Baulina oonsulurn pia clet'nnetorurn insiAnia,paulinisches Lhren-Wappen, damit GGTT fromme Burger-Meister nach ihrem seligenHintrit ehret, wie solches in dem Nesenischen Ndels-Wappen öindlsmatios gleichsamentworffen ist" -c. — Zahlreiche Nesensche Zamilienbilder befinden sich auf dem5chlosse zu Nieder-Nennersdorf. Neues Laus. Mag. Bd. 21, 5. 257.
2) Knothe, Geschichte des Gberlans. Ndels, 5.377.ff Lehnsakten Holtendorf, Löbens Erbgut.