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2 (1913)
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v. Nellschütz.

wurde sie vom Kaiser zur Reichsgräfin v. Rochlitz erhoben 1). Der Kur-fürst machte hierauf, Dresden den 15. März 1693, diese Ltandeserhebungmit dem Zunamenzu Rochlitz" und mit der gleichzeitigen Begnadungmit dem Ehrenwortehoch- und wohlgeboren" bekannt^). Neben anderenwertvollen Geschenken erhielt sie vom Kurfürsten das Schloß Pillnitza. d. Elbe am 24. Februar 1694 übereignet"). Er beabsichtigte ferner,sie in den Besitz der Standesherrschaft Seidenberg (880 von Görlitz)zu setzen, wie aus folgendem hervorgehth: Der kurfürstlich Sächsische Ratund Rmtshauptmann des Fürstentums Görlitz und zugehörigen Zittauschenund Lauban schen Kreises Wolf Rlbrecht v. Soeben konfirmierte, Görlitzden 3. Rpril 1694, im Namen des Kurfürsten Johann Georgs IV. anstattdes Landvogts Nikols Freiherrn v. Gersdorff den zu Dresden am19./29. März 1694 geschlossenen Kauf zwischen derhochgebohrnen Frauen,Frauen Magdalenen Sibyllen, des Heyligen Römischen Reichs Gräffin vonRochlitz" als Käuferin und Mto Ferdinand Leopold Reichsgrasen v. Nostitzals Verkäufer über die Standesherrschast Seidenberg mit Zugehörungen,samt dem Städtchen Seidenberg mit allen dazu gehörigen Gütern, Dorf-schaften, Vorwerken, insonderheit den Gütern und Dörfern, auch Vor-werken Reibersdorf, Dppelsdorf, Markersdorf, Dörfel, Gber-Weigsdorf,Vornhennersdorf für 151 000 Taler und 1500 Taler Schlüsselgeld an desVerkäufers Gattin. Rm I.Mai st. nov. sollte die Übergabe der Herr-schaft erfolgen. Der Kauf ging aber zurück"), denn am 4. Rpril 1694starb Magdalena Sibylla an den Blattern, am >2. d. M. wurde sie in derSophienkirche bestattet").

y Vas Grafendiplom ist abgedrückt in derSammlung vermischter Nachrichtenzur Sächsischen Geschichte", X. Bd. (1775), S. 398 ff.; S. 402 ist das verliehene gräf-liche Wappen abgebildet.

2) H.-St.-6. Boe. 10430, Geschlechts- und H-rrschaftserhöhungen, vol. III,Fol. 328.

s) v. INinckwitz, Geschichte von Pillnitz, 1893, S. 12.

H Lehnsaktsn Seidenberg.

°) 6m 23. September 1694 meldet Gottlob Lrdmann v. Nostitz von Ruppers-dorf aus dem Landvogt Nikol Frhrn. v. Gersdorff, daß ihm als nächstem NgnatenGtto Ferdinand Leopold Graf v. Nostitzdie damals bereits verkaufte HerrschafftSepdenberg und psrtinentisn gebührend antragen lassen. Vb nun zwar besagteLtandesherrschafft vor Einhundert und vierzig Tausend Thaler an mich zu kauffen,sich schon Mittel hierzu finden würden, so sehe doch, daß der H. Graff auf solcherHerrschafft nicht viel profitiret hat, und weil ich auch noch zur Zeit des vorkauffshieran, weil der getroffene Rauff gewisser eonäitionsn halber noch wohl wiederzurücke gehen dürffte, nicht gewiß versichert bin, so kann ich auf dergleichen Ungewissesweder etwas resolviren, weniger mich umb Zusammenbringung einiger Gelder zurBezahlung bemühen, bcy welchen Umbsländen ich sodann auf den Fall, wofern deritzige Rauff in seiner viZor verbleibet, ich den mir zukommenden Barkaufs an derHerrschafft Sepdenberg und pertinentien hiermit voritzo loßgegeben haben will".(Lehnsakten Seidenberg.) 6m 24. Juni 1694 kaufte Hans Haubold v. Einsiedel dieHerrschaft Seidenberg.

o) G. Dettrich a. a. <V. S. 32. wenige Tage nach dem Tode des RurfürstenZohann Georgs IV. (fi 27. 6pril 1694) wurde die Leiche der Gräfin Rochlitz wiederaus der Hofgruft in der Sophienkirche entfernt und außerhalb der Rirche heimlichvergraben. R. Bruck, Die Sophienkirche in Dresden, 1912, S. 16. 6us der nichtunbeträchtlichen Literatur über die Gräfin Rochlitz sei nur erwähnt: Sammlung ver-