v. Neitschütz.
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v. WahrenI, kaufte von den vier Löhnen des am 15. September st. vet.1670 verstorbenen Christoph Wilhelm v. Lalisch am 18. Januar 1676die Meißnischen Güter Arnsdorf (8>V von Bautzen) und Lchlungwitz(Z^V von Bautzen, blO von Arnsdorf) für 5000 Taler,- am 5. Februar1677 wurde er belehnt. Er verkaufte den Besitz als „schriftsässiges,freies Lrblehngut" an den Postmeister des Markgraftums GberlausitzChristian Hutmann (huttmann), der am 31. August 1702 die Belehnungempfing. Unterdessen hatte Uudolph am 10./20. Mai 1685 von FrauAnna Helena v. Kiesenwetter, Witwe, geb. v. ponickau, deren GutGaußig (8^V von Bautzen) und pertinentien käuflich erworben. Uudolphv. N., damals kurfürstlich Lächsischer Generalmajor und Oberst über dieLeibgarde zu Roß, wurde am 29. August 1686 vermittelst seines Lehns-trägers Hans Uudolph v. Bischosswerder auf Treba, belehnt mit Gaußignebst dem Dörslein Klein-Gaußig, dem Vorwerk Brösang, demDorf Günthersdorf u. a. pertinentien. Er starb als Generalleutnantam 22. April 1703 abends ^ aus 8 Uhr im Alter von 76 I. weniger17 W. und 3 T. und wurde am 26. in der Kirche zu Gaußig vor demAltar bestattet2). Sein in Holz geschnitztes, bunt bemaltes, von zahl-reichen Waffen und Trophäen umgebenes und von einem Geharnischtengehaltenes Epitaph, ehemals in der Gaußiger Kirche ausgestellt, befindetsich jetzt im Stieber-Museum zu Bautzens. Aus diesem Epitaph ist alsRudolphs Geburtstag der 11. August 1627 angegeben.
vermählt war Uudolph mit Ursula Margarethe v. haugwitz,Tochter Johann Adolphs v. h. aus Königswartha. Sie kaufte am9. Februar 1677 von Dorothea v. Grünrod, geb. v. Doering, das GutDiehmen (80 von Gaußig) und erhielt es am 2. Juni 1677 zu Lehnverreicht. Frau Ursula Margarethe soll das Gaußiger Schloß erbauthaben. Nach dem Tode des Kurfürsten Johann Georgs IV. von Sachsen(f- 27. IV. 1694) wurde gegen sie als die Mutter seiner Geliebten (sieheunten) ein Prozeß wegen Zauberei anhängig gemacht^). Ursula Mar-garethe starb im Alter von 63 Jahren am 3. Juli 1713").
von Rudolphs v. N. Kindern sind uns folgende bekannt (1—7)(ob die chronologische Reihenfolge richtig, ist zweifelhaft):
1. Anna Latharina, vermählt am 16. Mai 1693 zu Tolditzmit Wolf Dietrich v. Beichlingen, dem späteren kurfürstlichen Geheimratund Großkanzler, als seine erste Gemahlin. Die Ehe wurde geschieden").
2. Magdalena Sibplla, geboren am 8. Februar 1675, Favoritindes Kurfürsten Johann Georgs IV. von Sachsen. Am 4. Februar 1693
tz Sammlung vermischter Nachrichten zur Sächsischen Geschichte svon Grundigund Klotzschi, X. Band, 1775, Tafel bei S. 365.
2) Gaußiger Kirchenbuch. — Die v. Neitschütz auf Gaußig sind von uns bereitsbehandelt im Neuen Laus. Nlag. Bd. 76, S. 214.
3) Vas Epitaph ist von uns beschrieben und abgebildet im „Deutschen Herold"I8dS, Nr. 3.
tz Über diesen Prozeß siehe v. Webers Nrchiv für die Sächsische Geschichte,VIII. Bd. (1870), S. 213 ff.
ö) Gaußiger Kirchenbuch.
°) v. Webers Nrchiv -c. N. Z. IV. Band (1878), S. 170 Nnm. 3.
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