Möller v. Mollerstain.
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muth Amalie Meyrich, gestorben am 6. März 1749, einer Tochter desGörlitzer Stadtrichters Dr. Daniel M. und dessen Gattin Anna Marthageb. Rirchhos aus Lauban. Frau Erdmuth Amalie errichtete eine Stiftungzugunsten der Zodelschen varochieI. Das einzige Rind Johann Thristians,Christian Gottlieb, starb frühzeitig.
c. Larl Gottlob M. v. M., ein jüngerer Sohn Thristians II., ge-boren am l4. Januar 1703, studierte in Leipzig die Rechte, wurde nachdem Tode seines Bruders Johann Thristian (ch 27. Januar 1768) Trb-herr von Zodel und besaß dieses Gut bis zum Jahre 1780. Tr starbals der Letzte seines Geschlechts am 5. April 1788 und wurde am 9. d. M.in seiner Familiengruft in Görlitz beigesetzt^).
B. Jüngere Linie.
Wigand II. M. v. M., der jüngere Sohn Wigands I., geboren am19. Dezember 1624^), studierte in Leipzig und Straßburg, trat 1678 indas Ratskollegium zu Görlitz, wurde 1681 Skabin, 1693 Stadtrichterund starb am 7. Oktober 1698. Tr gab 1676 heraus das „Repertoriumrsrum, verborum et notadilium operum L. Larp 20 vii"I. vermähltwar er seit dem Jahre 1655 mit Anna Helena Rießling, geboren1637, gestorben 1718. von seinen Rindern sei erwähnt:
Wigand III. M. v. M., geboren zu Görlitz am 15. Februar 1661,studierte in Leipzig und Jena, unternahm Reisen und kaufte im Jahre1704 das Gut Mittel-Sohra (blblO von Görlitz)^). Tr starb am
tz Laus. Magazin 1788, 5. 120.
2) Laus. Magazin 1788, 5. 1IY.
H Dieses Datum gibt 2>tto, Gberlaus. Schriftsteller- und Künstler-Lexikon,II. Bd., 1802, S. 628. Btto nennt übrigens irrtümlicherweise als Wigands II. Vaterden 1678 verstorbenen Bürgermeister Christian M. v. M.: Knauth a. a. <v. nenntals Geburtstag Wigands II. den 10. Januar 1625.
tz Gtto a. a. G. II, S. 628. Durch dieses Repertorium hat er sich, wieGroßer, Laus. Merckwürdigkeiten, 1714, IV. Teil, S. 172 angibt, „ein unvergeßlichesAndencken hinterlassen".
H Die Landesältesten des Görlitzer Kreises protestierten gegen die Kaufhandlungunter Berufung auf das paktum vom Jahre 1667 wegen Nichtveräußerung deradeligen Güter an Bürgerstandspersonen. Hierauf ^^dte sich der Käufer an denKurfürsten mit der Angabe, schon sein Dberältervater Ambrosius M. v. M. sei imJahre 1570 von Kaiser Maximilian II. in den Adelsstand erhoben worden und er,der Supplikant, besitze das Rittergut Nieder-Sohra, das früher mit Mittel- und Vber-Sohra ein Gut gewesen sei. — Rin 7. Mai 1705 stellte Wigand III. einen Revers ausdes Inhalts: Nachdem ihm auf sein Ansuchen die Landstände am Landtage Gkuli„gnädig und hochgeneigt bewilligt", daß ihm das Gut Mittel-Sohra gegen Aus-stellung eines Reverses vom Amte Görlitz verreicht werde, so mache er sich für sichund seine Lrben verbindlich . . . „wann künfftiger Zeit ich oder sie solches Guthwieder zu verlassen gesonnen, daß von uns selbiges an keine Lommun, noch wenigerdem von hochermeldten Herren Landständen aufgerichteten und von Ihrer Lhurfürst-lichen Durchlaucht gnädigst confirmirten Lehns - Buoto zuwider ganz oder stückweisean Bürger- oder Bauers-Leuthe verkauffet und veräußert werden solle: sondern daßsodann ich oder sie solches vorhero denen Herren Landständen eröffnen und antragensollen und wollen, ob Jemand au; ihrem Mittel gedachtes Guth käufflich an sich znerhandeln gewillet sepn möchte: allermaßen denn bey sothaner Rlienation ich und
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