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2 (1913)
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v. Mesenau.

Ein anderes Glied des Geschlechts a. d. H. preilsdors machte sichin der Gberlausitz ansässig: Ferdinand Siegismund v. M. kaufte am1. November 1701 von Carl Nbraham v. Debschitz dessen Gut Gber-Gertmannsdorf (8 von Lauban, am Csueis) für 30000 Tlr. und300 Tlr. Schlüsselgeld. In die Mitbelehnschast nahm er Johann Casparv. Uechtritz auf Linda nebst dessen männlichen Lehnserben. Wie dieseram 2. Juni 1702 dem Landvogt berichtet, hatte Ferdinand Siegismundv. M. weder Leibes- noch andere Lehnserben, die ihm intra septimum§ractum verwandt wären und es befinde sich kein weitere; Glied desGeschlechts v. M. in der Gberlausitz.

Ferdinand Siegismund v. M. erfreute sich keiner guten Gesundheit.Nach Nussage eines ärztlichen Nttests vom 7. September 1702H war erschon seit geraumer Zeit bettlägerig,indem er sich nicht allein mit einerziemlichen anhaltenden Tachexia, sondern auch nun in die dritte Wochein kabrili paroxismo aräenti befindet, man auch nicht wissen kan,wan durch Gottes Beistand er wiederumb zu voriger Gesundheit gelangenmöchte" . . . Ferdinand Siegismund v. IN. bevollmächtigte deshalbJohann Laspar v. Uechtritz aus Linda, an seiner Stelle die Lehn überGber-Dertmannsdorf zu empfangen. Dieser wurde denn auch am 19. Sep-tember 1702 zu Bautzen als Stellvertreter belehnt.

Um 10. Npril 1707 verkaufte Ferdinand Siegismund v. M. dasGut Gber-Dertmannsdorf für 30000 Tlr. an Wolf Heinrich v. Lüttichaua. d. H. Kraußnitz bei Grtrand.

Km 24. März 1708 errichtete Ferdinand Siegismund aus dem HauseGber-Dertmannsdorf sein Testament. In diesem schreibt er^), daß esdurch sonderbahre göttliche virection geschehen, daß in meinem Lebenich mich niemahln verehliget und also wohl ohne Leibes - Erben, denenich sonst meine zeitliche Güther, so göttliche Gnade mir bescheeret, hinter-lassen könnte, versterben werde" . . . auch nichtandere weder in lineaaseenäenti noch cieseenctenti bis in den dritten Grad mich angehendeErben hinterlasse" ... Zu seinem Erben ernennt er in erster LinieWolf Heinrich v. Lüttichau aus Gber-Dertmannsdorf; seine Güter in Schlesien,preilsdors, Hartau und Buchwald vermacht er dem Grafen Hans Nntonv. Schaffgotsch, doch soll dieser zwei Drittel der Taxsumme dieser Güter(40000 Tlr.), also 26666 Tlr. 16 Gr. an Wolf Heinrich v. Lüttichauherauszahlen; endlich vermacht er seiner Stiefschwester Tochter, Frau UnnaEleonore v. Zabeltitz, geb. v. Seidlitz, ausGber-peilau, 1000 Tlr. Schlesisch.Um 25. März 1708 starb Ferdinand Siegismund.

Wappen: Im blauen Schilde der lateinische Buchstabe 8, dessenoberes Drittel schwarz, dessen mittleres silbern, dessen unteres rot ist.Helm ohne Krone und Bausch. Kleinod: Zwei schräg nach auswärtsgerichtete Schaufeln, mit den Enden der Griffe aus dem Helme stehend,die rechte schwarz, die linke rot. Decken rechts schwarz-silbern, linksrot-silbern. Siebmacher, I. Teil, Tas. 69, Nr. 11,v. Mesenaw" unterdenSchleßingischen".

>) Lehnsakten Vber-Vertmannsdorf.2) Lehnsakten Dber-Gertmannsdorf.