Druckschrift 
2 (1913)
Entstehung
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123
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v. Luttitz.

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(vergl. 5.116) die Gebrüder Christian Gottlob, Christoph Friedrich, RudolphAugust v. L. a. d. h. Schönau dem Hans Georg v. L. a. d. h. Saritsch,der als Großvaters-Bruders-Sohn Joachim Crnsts bezeichnet wirdh, dieSukzession im Gute Räckelwitz und boten ihm für seine Ansprüche ausden Mitbesitz dieses Gutes die Summe von 2000 Talern, von denen er1600 Taler wieder in Lehn zu wenden habe. Daß Hans Georg am10. Mai 1706 diese Summe von 1600 Talernaus besonderer Affection"dem Oberstleutnant Wolf Friedrich v. L. schenkte, ist oben (S. 122) bereitsmitgeteilt worden.

II. Stammhaus Schirgiswalde.

Das Stammhaus Schirgiswalde hatten Glieder des Geschlechtsv. L. seit dem Ende des 14. Jahrhunderts in Besitz. Melchior v. L?)war der letzte, der den alten Familiensitz inne hatte: er verkaufte denGberhos im Jahre 1628 für 3300 Taler an das Domstift zu Bautzen h.Tr konnte wohl das Raufgeld nicht erhalten, denn er bat 1632 denRursürsten um Schutz und besetzte gleichzeitig das Gut. Gegen dieseBesetzung erhob in dem nämlichen Jahre der Domdechant Rattmannv. Maurugk energischen Protests.

Aus dem Stammhause Schirgiswalde ging die Nebenlinie zu Martha(bl von Rönigswartha) hervor^):

Hans v. L. hatte drei Söhne:

I. Thristoph. von ihm hören wir nichts mehr.

II. Hans d. A. Siehe unten.

III. Friedrich. Siehe unten 5. 128.

Diese drei Brüder werden 1577 mit Martha belehnth.

II. Hans d. A. besaß einen Anteil von Lohsa (80 von Hoyers-werda), den er 1583 an Siegfried v. Lüttichau, der bereits die anderenAnteile besaß, verkaufte. Sein Gut Bernsdors (bl von Ramenz) ver-äußerte er 1581 an Melchior v. Ralckreuthh.

Hans d. A. war 1695 und 1596 Hauptmann des GberlausitzischenFähnleins Knechte, das gegen die Türken nach Ungarn geschickt wurde.Sein Sohn Hans d. I. war sein Fähnrichs).

Hans d. A. hinterließ vier Söhne (^O):

tz Joachim Trusts Großvater, Thristoph v. L. auf Schönau, war ein BruderFriedrichs, des Vaters unseres Hans Georg.

2) Lhristoff, Melchior und Hans Gebrüder v. Lotticz zu Schirgiswalde erscheinenam ly. Dezember 1581 als Bürgen. H.-St.-kl. Boo. 9550, Registratur der Lehen,Leibgedinge und Günste im Görlitzischen, Fol. 72.

h Neues Laus. Mag. Bd. 36, S. 445; F. kl. Stop, Geschichte der Stadt Schirgis-walde, 1895, S. 8, wo übrigens der letzte der v. L. auf Schirgiswalde irrtümlichMichael genannt wird.

tz Vierteljahrsschrift für Mappen-, Siegel- und Familienkunde XXX, L. 138.h Rnothe, Dberlaus. kidelsgeschichte, S. 352.ft Neues Laus. Mag. Bd. 63, S. 90.

ft v. Luttitz, Mspt. S. 281 nach der Originalurkunde ä. ä. 24. VII. 1581 imRatsarchiv zu Ramenz: §- 283.

h Larpzov, ^naleotg, kastorum Xittavisnsium, 1716, V, S. 217.