v. Lützelburg.
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bürg, auch bischöflich Straßburgischer Gberhofmeister, war ein Vater desAntonius, der anfangs den Posten eines königlich Französischen Oberstenüber zwei Regimenter bekleidete, dann aber an den Hof des HerzogsJohann Wilhelm von Sachsen-Weimar kam und nach dessen imJahre 1573 erfolgtem Tode vom Kurfürsten August von Sachsen alsStatthalter über die Weimarschen Lande eingesetzt wurde h. von seinendrei Söhnen Ernst Thristoph, Friedrich Wilhelm und JohannWigand kommt der letztgenannte für uns in Betracht.
Johann Wigand (auch nur Wigand oder Weigand genannt)v. L. aus Smmlingen, königlich Spanischer Oberst über ein Regiment zuPferde, war vermählt mit Anna Margarethe Streifs v. Lauen- fl, .
stein^). Er hatte, soweit bekannt, Iw§i Töchter und einen Sohn. Die
eine Tochter Maria Margaretha, geboren am 28. Mai 1632, ver-mahlte sich am 26. Oktober 1647 mit dem kursächsischen Geheimen Rats-Direktor Heinrich v. Friesen aus Rötha, Schönseld und starb in Dresden ^ - >
am 18. September 1689, nachdem sie ihrem Gatten sechzehn Rindergeschenkt hatte^). Die andere Tochter Johann Wigands, Tharlotte,vermählte sich mit dem Gberhofmarschall Lhristian Ernst Freiherrnv. Ranne, der im Jahre 1677 starb. Sie entschlief, wie ihre beidenTöchter am 6. März 1684 dem Kurfürsten meldeten, „vor etzlichen Tagen" h.
Johann Wigands Sohn: Wigand (Weigand) v. L., kurfürstlichSächsischer Oberst und Rammerherr, Erbsaß auf Immlingen und Neuweiler,kaufte im Jahre 1655 von seinem Schwager Johann Adolph v. haugwitzdas Gut Nieder-Gurig (bR40 von Bautzen) samt den dazu gehörigenVorwerken Briefing, Rlein-Dubrau und Ouatitz (IMO, IMW undWbNV von Nieder-Gurig) sowie den Dörfern Nieder-Gurig, Briefing,Rlein-Dubrau, „Lubowoss" (Lubas, Vorwerk von Nieder-Gurig) undOuatitz und den Bauern zu Rackel (0 von Nieder-Gurig, WblVV vonWeißenberg) für 30 000 Rtlr., jeder Rtlr. zu 24 Groschen, jeder Groschenzu 12 Pfennig Meißnisch gerechnet^). Die Untertanen von Ouatitz kauften
Antonius auf Zscheckwitz bei Kreischa im Meißner Kreise. — Oer kurfürstlicheKammerjunker Sebastian v. L. vermählte sich auf dem Schloß zu Dresden amZ. Juni 1638 mit Elisabeth, Tochter des Hofmeisters der Kurfürstin Hans Lasparv. Körbitz zu Schmiedeberg. Sebastians Tochter Anna Maria v. L. vermählte sichDienstag vor Martini 1654 s7. Novembers mit Kaspar Kühn Rudolph v. Körbitz,Kammerjunker der Herzogs Moritz. Die Hochzeit fand statt in dem Logiament derGberstleutnantin Schlieben auf der Kreuzgasse zu Dresden. — Lin Sohn Sebastiansv. L. wurde am 22. September 1638 in der Hofkirche zu Dresden getauft. H.-St.-A.Gen. üoo. 11338, Lützelburg.
0 3- F- Gauhe, Genealogisch-Historisches Adels-Lexicon, I. Bd., 1740, S. 1286.
2) L. Frhr. v. Friesen, Geschichte der reichsfreih. Familie v. Friesen, I. Bd.,1849, S. 156. — Über einige dem 17. Jahrhundert angehörige Glieder des in dengenealogischen Handbüchern wenig berücksichtigten Geschlechts Streifs v. Lauenstein(Löwenstein) finden sich kurze Nachrichten in der Vierteljahrsschrift für Heraldik rc.Bd. X (1882), S. 304. ») Ebenda, S. 156.
0 H.-St.-A. Gen. Noo. 11338, Lützelburg.
h Auf lvigands Bitte, Nieder-Gurig samt den beiden dazu erkauften GüternGroß - Dubrau und tpuatitz aus Lehn in Erbe zu verwandeln, damit, da er keinemännlichen Erben habe, seine einzige Tochter im Besitz sukzedieren könne, genehmigteder Kurfürst am 27. Juli 6. August 1677 die Erbverwandlung der genannten Lehnstücke.
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