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2 (1913)
Entstehung
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v. Liedlau.

Schönberg und Ober- und Nieder-Halbendors ausnehmend WilhelmsGüter kaufte endlich 1636 Hans Lhristoph v. Nostitz aus Siegersdorf.

Km 15. Februar 1642 starb Wilhelm zu Königshain. Vermähltwar er mit Anna Maria v. Luttitz, die im Alter von 26 Jahren imJahre 1619 starb, von seinen zwei Söhnen: Paul Friedrich undWilhelm Friedrich verschied letzterer im Mer von 23 Jahren imJahre 1638 zu Königshain ^).

2. Joachim v. L., ein weiterer Sohn Pauls, erhielt am 8. Juli1597 gemeinsam mit seinem Bruder Daniel vom Hauptmann zu GörlitzFriedrich v. Tschirnhaus einen Lrblehnbrief über die Güter Königshainund Kunnersdors ausgestellt^). Seine Brüder traten ihm im Jahre1599 ihre Ansprüche an den Vischofszehnten in Kunnersdors ab. Joachimverkaufte seinen Anteil an Kunnersdors im Jahre 1607 an seinen BruderDanielh. Joachim war Gegenhändler im Markgraftum Gberlausitz").Im Jahre 1611 starb er"). Lr hinterließ eine Tochter: Die VormünderderJungfrau Annelein, geborner von Liedlaw a. d. h. Königshain"verkauften am 14. April 1612 das Gut und Dorf Königshain, wie esdem sei. Joachim v. L. in brüderlicher Erbteilung zugekommen, an Danielv. L. aus Kunnersdors für 20000 Taler I.

Vielleicht war Georg Paul v. L. ein Sohn Joachims,' jeden-falls war er ein Lnkel Pauls v. L., denn in einem an den Kurfürstengerichteten Schreiben vom 8./18. Juli 1661, in dem er diesen bittet ihmzu gestatten, daß er, seine Erben und die zukünftigen Besitzer Königs-

h Ebenda, Fol. 353b.

2) Kloß, Geneal. Nachrichten Mspt. Bd. IX, v. Liedlau; Sinapius a. a. <v. I,

S. 600.

h In diesem Erblehnbrief heißt es: . . .Mann ich dann solch Suchen sihnendie Güter Nönigshain und Nunnersdors zu verreichens und Bitt vor ziemblich undtbillich erachtet, undt das auch ihre geliebte Fraw Mutter, die edle, ehrentugendtsameFraw Barbara, geborne Frentzelin von Nönigßhain, durch ihren insonderheit hirzuerbetenen und vom königlichen Ambte bestetigten kriegischen vohrmünden, den edlen,ehrenvesten, wolbenambten Lhrislosfen von Nostitz auf Nrobnitz, ihren darauff gehabtenerblichen Zustandt, dessen stz anderer Mege nach Laut und Innhalt eines sonderbahrenzwischen ihnen alß Mutter undt Nindern auffgerichten Vortrages vergnüget, wie zurecht am beständigisten undt crefftiger weyse Geschehen mügen, mit von sich Gebungder Schlüssel mir ambtes überraichet und übergeben, in gleichnus er, mehrbemelterRudolfs von Liedlaw mit handt undt Munde auch gethan, weil» er seines Nntheilshalber in Böhmen vergnüget und befriediget wehre, vornemblich auch betrachtet getrewund angenembe vinste, die ihr Herr Vater in Gott ruhende, der Röm: Nay: Matt:und der löblichen Tron Böhmen offt nützlich gethan, die Erben aber auch thunkönnen, wollen und sollen, als habe im Nahmen des allerdurchlauchtigisten . . .Fürsten und Herrn, Herrn Rudolphi des Andern ... ich obgedachten Ioachimbenund Vanieln, Gebrüdern v. Liedlaw . . . ermelte Güttere Nönigßhain und Lunnerß-dorff ... zu Erb und aigeneu Rechten gelanget und geraichet" . . . LehnsaktenNönigshain.

tz H.-St.-N. Boo. 0550, Görlitzischen Lreyses vol. IV rc., Fol. 513.

i) Näuffer, Abriß der Vberlaus. Geschichte, IV. Bd, S. 65.

0) Lhrn. Samuel Schmidt, Beschreibung von Nönigshain, 1797, S. 36. -Sein Grabstein und der seiner Gattin Anna stehen noch heute an der inneren Nirch-hofsmauer zu Nönigshain.

h Staatsarchiv Breslau. Lehnbuch 1615-1689.