v. Liedlau.
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Adam Rehdiger und die Löhne des inzwischen verstorbenen Jakob Schach-mann vom Rurfürsten Christian, Wurzen den 25. Mai 1587, mit diesemVischofszehnt, je zwei Malter Rorn und Hafer jährlich, zu rechtemMannlehn belehnt. Paul v. L., dreier Raiser, Ferdinands I-, Maxi-milians II- und Rudolphs II. Rat bei der königlichen Rammer in Böhmen,starb am 22. Dezember 1594 und wurde in der Rirche St. Nikolai inPrag begraben h. Er hinterließ fünf Söhne ^) (1-5):
1. Wilhelm. Liehe unten.
2. Joachim. Siehe unten S. 38.
3. Rudolph. Liehe unten 5. 39.
4. Bohuslav. Liehe unten 5. 39.
5. Daniel. Siehe unten S. 39.
Wilhelm, Joachim und Rudolph waren bereits mündig, währenddie unmündigen „Paul" frvohl Bohuslavj und Daniel Gebrüder v. L.zu Schönberg und Rönigshain am I. Juli 1595 Indult zur Lehns-empfangung erhielten, bis ein jeder 14 Jahre alt wäre und das 15.noch nicht erreicht hätte.
1. Wilhelm v. L. und Bohuslav erhielten in der Teilung dasStädtchen Schönberg samt Ober- und Nieder-Halbendors und wurdenam 8. Juli 1597 belehnt^). Wilhelm kaufte von Bohuslav dessenAnteil am Städtlein Schönberg und wurde am 9. Januar 1601 belehnth.Als Herr des Städtleins verglich sich Wilhelm gemeinsam mit Hansv. Warnsdorf zu Schönbrunn am 20. März 1609 mit dem PfarrerAndreas helwigk wegen des Dezems, bestätigte er ferner am 20. Aprildesselben Jahres die Privilegien Schönbergs und verglich sich in demnämlichen Jahre mit den Untertanen zu Schönberg wegen der Hand-dienste ^). Im Beisein seines Bruders Rudolph kaufte Wilhelm vonBohuslav das Gut Gber-Rudelsdorf (8 von Schönberg) für 6150Taler und wurde am 9. Januar 1613 belehnt°). Schon im folgendenJahre (1614) verkaufte er Dber-Rudelsdors an Jakob v. Rindfleischauf Sohrah, sowie sein Erb- und Eigengut Gber-Halbendors anSiegmund v. Faust, Sturm genannt^).
Wilhelm geriet in Vermögensverfall und mußte 1617 von Joachimv. Schachmann auf Röslitz 4000 Taler auf halbjährige Aussage aus
h Sinapius, Schlesische Luriositäten I. Bd., 1720, 5.597.
2) ks.-5t.-kl. I-oe. 9550, Görlitzischen Lregses vol. IV 5er Lehnbriefe 1319 bis1615, Fol. 509. Es ist wohl nur ein Irrtum, daß in den Lehnsakten Eunnersdorfanstatt Bohuslav der Name Paul als Vorname des vierten Sohnes Pauls v. L. an-gegeben ist.
3) ks.-5t.-kl. L,oe. 9550, Görlitzischen Lreiffes vol. IV rc., Fol. 509 ff.
h Ebenda, Fol. 513.
h verzeichniß lvberlaus. Urkunden II, S. 269, 271.
Staatsarchiv Breslau. Lehnbuch 1615-1689.
h Ebenda.
s) ks.-St.-kl. I-oe. 9545, verzeichnüss der Lehen und Leibgedinge in Vber-lausitz äs ao 1604 — 1617, Fol. 227. — In den Lehnsakten von Schönberg heißt es,Wilhelm v. Licdlau habe dem v. Faust ein „Stück Gut" Dber-ksalbendorf, also nureinen klnteil verkauft.