Druckschrift 
2 (1913)
Entstehung
Seite
17
Einzelbild herunterladen
 

v. Leipzig.

17

Adelsstand erhoben wurde. Km 31. Dezember 1841 verkaufte sie dasGut Nieder-Reundorf an den Gberamtmann Ernst (Otto Lutze für43400 Mir.

Wappen: Im silbernen Schilde ein Lindenbaum auf Loden.Gekrönter Helm. Kleinod: (Offener silberner Flug.

v. Leipzig (v. Leipziger).

Zur Zwethau-Friedersdorfer Linie und zwar zum FriedersdorserAst des alten Meißnischen Adelsgeschlechts v. Leipzig (Leipziger) gehörtFriedrich Adolf v. L.H, geboren am 6. Januar 1724, kurfürstlichSächsischer Kammerjunker, Gberforst- und Wildmeister zu Cunnersdorf,gestorben am 12. Oktober 1760, vermählt am 22. April 1760 mitLrdmuth Henriette v. Lüttichau, geboren am 12. April 1744,' siewar beim Tode ihres Gatten also erst 16 Vs Jahre alt. Sie schloßspäter eine zweite Ehe mit Earl Erasmus Frhrn. v. Huldenberg, dannam 18. September 1786 eine dritte mit dessen Bruder Rudolph GottlobFrhrn. v. H. Am 21. Mai 1797 starb sie.

Der einzige Sohn Friedrich Adolfs: Friedrich Wilhelm Lurt v. L.(postbumus), geboren zu Dresden am 14. Januar 1761, gestorben zuKropstädt am 24. Mai 1824, Herr auf Kropstädt rc. besuchte fünf Jahrelang die Landesschule zu Meißen, bezog 1782 die Universität Leipzigund bekleidete 1813 die Ämter eines königlich Sächsischen Hofgerichtsratszu Wittenberg, Amtshauptmanns und adeligen Kreis-Steuereinnehmersdes Wittenberger Kreises, Vorsitzenden Standes der Ritterschaft, Gens-darmerie-Direktors, Deputierten bei der Steuer-Kreditkasse. Später wurdeer königlich preußischer Landrat des Kreises Wittenberg, vermählt hatteer sich zu Kropstädt am 27. Mai 1788 mit Sophie FriederikeLharlotte v. Krosigk, geboren zu Zerbst 7. März 1762, gestorben zuKropstädt 27. Februar 1801. Zwei Söhne pflanzten den Stamm fort.

Friedrich Wilhelm Turt v. L., damals kurfürstlich Sächsischer Hof-gerichtsassessor und Amtshauptmann, erbte zugleich mit seinen vier Stief-geschwistern v. Huldenberg dasjenige Fünftel der Rittergüter Ober- undNieder-Reukirch (080 von Bischofswerda), das seiner Mutter nachdem am 7. Januar 1796 erfolgten Tode von deren Tochter JeanetteTharlotte Marianne Freiin v. Huldenberg zugefallen war. Zugleich mitseinen Stiefgeschwistern verkaufte er 1797 seinen Anteil an den genanntenGütern seinem Stiefbruder Gottlob Lrasmus Turt Freiherrn v. Huldenberg.

Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts machte sich wieder ein Glieddes Geschlechts in der Gberlausitz ansässig: Friedrich August Tarl v. L.erwarb am 9./22. Juli 1847 Mittel-Sohra (blblO von Görlitz) undbesaß es kurze Zeit.

gefallen war. v. Ledebur, Ndelslexicon der preußischen Monarchie, Bd. II, Z. 20,nach ihm Kneschke im Neuen allgemeinen Deutschen kldelslexicon, Bd. V, 5. 4ZY,und v. ksefner, Stammbuch des blühenden und abgestorbenen Adels, Bd. II, S. ZZ6,geben irrtümlich an, der Adel sei ihm vom König von Sachsen verliehen worden.

tz k)--§t.-A. Gen. Boo. I I327, Leipziger, vol. II: Jahrbuch des Deutschen AdelsII. Bd. (1808), 5. ZOS.

2 ^