v. Le Log.
15
Dobrilugk schreibt am 16. August 1670 Georg Heinrich v. Laveldt anChristian Herzog zu Lachsen, Administrator des Stifts Merseburg, er seiin seiner Jugend in das unselige Kriegswesen geraten, habe viel Un-gemach ausgestanden; „das liebe Armuth shats mich wohl gedrucket,indem ich im Kriege nicht gar viel vor mich bringen können, nachmeinem Vater Wenzeln von Labalt auch, so in Lw. vurchl. Margr.Niederlausitz zu Neddern zwar saßhafft gewesen, nach dessen Tode aberein Toncursus sich erhoben, nicht eines Pfenniges werth ererbet, dannen-hero ich mich in die 15 Jahr beq andern Leiten schmigen und biegenmüssen, ich mich in eine heiraht begeben, da ich mit meinem Weibe1500 THIr., so ihr der liebe Gott nicht von ihren Titern, sondern vonihren Muhmen einer bescheret, heirathguth mit bekommen." Tr kauftedas Dorf Gosda im Forstischen, das Friedrich v. Kalckreuth, da er esnicht bezahlen konnte, dem v. Bieberstein hatte wieder überlassen müssen;für die übrigen Kausgelder bürgte der Oberst Detlev v. Wedelbusch.Georg Heinrich v. L. sagt von sich, er sei „ein eingeborener ... indiesem meinem vaterlande" sUiederlausitzp).
Wappen: Lin in den Lehnsakten von Trosta befindliches Siegelaus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts zeigt im Schilde einen imEllbogen rechtwinklig gebogenen Arm. Die im rechten Gbereck desSchildes befindliche Hand dieses Armes hält einen Ring oder eine Kugel.Kleinod: Wachsender Mann, anscheinend mit einem Hut auf dem Kopfe,in der rechten Hand den Ring oder die Kugel haltend, während derlinke Arm in die Seite gestemmt ist.
v. Le Loq (v. Lecoq).
Das Geschlecht v. Le Toq gehört dem alten Französischen Adel anh.Im 18. Jahrhundert traten Glieder der Familie in kursächsische Kriegs-dienste und gelangten zu hohen Stellungen. Besonders zeichnete sich ausTarl Christian Erdmann Tdler v. L., Generalleutnant und komman-dierender General der königlich Sächsischen Armee, geboren zu Torgauam 28. Oktober 1767 als Sohn Johann Ludwigs Ldlen v. L.,gestorben aus einer Aeise zu Brig am Fuße des Simplons am30. Juni 1830 b).
Tiner aus diesem Geschlecht war für kurze Zeit in der Gberlausitzansässig: Jacob Le Toq — er wurde nicht adelig geschrieben —,königlich polnischer kurfürstlich Sächsischer Geheimer Kriegsrat, Bnvoyeextraorcllngire am Großbritannischen Hofe, kaufte am 12. Oktober 1725vom Hauptmann Laspar Gottlob v. Theler dessen Lehn- und RittergutSollschwitz (bl^V von Bautzen) für 22000 Taler und 200 Speziesdukaten
>) H.-5t.-ki. Geneal. L>oo. 11326, v. Lawaldt.
Genealogisches Taschenbuch der Odeligen Häuser, Brünn 1887, 1888, I88d s. v.
3) vergl. „Das Vaterland der Lachsen", 1838, 5. 57 ff. mit dem Porträt TarlChristian Erdmanns in Lithographie: Blätter für die Geschichte der Sächsischen Ormee,Jahrgang 1905 und 1906: Deutscher Herold, 1903, 5.85: Archiv für Stamm- undWappenkunde, V. Jahrgang, 1905, S. 60, und anderwärts.