Druckschrift 
2 (1913)
Entstehung
Seite
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v. Lankisch.

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Wenceslaus d. I. hatte am 22. Juni 1576 von Augustin v. Kohlodas Gut Neu-k)örnitz (W von Zittau) nebst Zubehör für 2400 Talergekauft i). Er war ein wohlhabender Mann und vermochte dem KlosterMarienthal die Summe von 2000 Talern vorzustrecken, als dieses demJoachim v. Milde den gleichen Betrag zurückzahlen mußte, den es vonihm im Jahre 1578 ausgenommen hatte, um dem Kaiser das gefordertevarlehn zu verschaffen. Für diese vorgestreckte Summe von 2000 Talernerhielt Wenceslaus d. I. am 29. September 1580 von Abbatissin undganzem Konvent des Klosters Marienthal einen Schuldbrief ausgestellt,in dem ihm das vors Gber-Seifersdorf (bl von Zittau) hypothekarischeingeräumt wurde ^).

Wenceslaus d. I. war seit dem Jahre 1651 vermählt mit AgnesAdolphe im Jahre 1590 starb sie. Ihr hatte 1586 Frau Margarethe,Witwe des Bürgermeisters Paul Fritzsche zu Zittau, verschiedenes ver-macht und sie zur Miterbin eingesetzt^).

von seinen zahlreichen Kindern heben wir hervor:

Nicolaus v. L., geboren 1562 (1567?), starb im Jahre 1604(1605?). Er und sein Bruder Wenzel besaßen das väterliche GutNeu-Hörnitz anfangs gemeinsam. Nicolaus wurde aber Alleinbesitzer,da Wenzel seinem Bruder am 25. Oktober 1590 seinen Anteil für 1250Zittauer Mark und verschiedene Zugaben abtratI. Nicolaus vermähltesich 1591 mit Martha v. Milde, einer Tochter des Bürgermeisters vonZittau Joachim v. M. auf Libau und Leutersdorf und hinterließ dreiSöhne und vier Töchter.

Als Söhne des Nicolaus werden u. a. genannt die folgenden zwei:Gottfried und Johann Wilhelm. Letzterer, geboren am 24. Juni1597, beschloß als Kornett vor Straßburg sein Leben im Jahre 1628^).

Gottfried v. L., der ältere Sohn des Nicolaus, geboren am20. Februar 1594, Ratsherr in Zittau, gestorben am 25. Juni 1648,übernahm am 14. Juli 1617 Neu-Hörnitz für 2400 Zittauer Mark").Aus seiner am 15. Juli 1619 mit Justine Posselt geschlossenen Ehegingen 7 Söhne und 2 Töchter hervor. Von diesen seien erwähnt diefolgenden (IV):

I. Michael v. L/), geboren am 24. September 1620, Schulrektorin Kremmen in der Mark, 1648 Pfarrer in Großschönau, 1663 für

tz Neues Laus. Mag. Bd. 71, S. 122.

-) 2- B. Schönfelder, Urkundliche Geschichte des Klosters Marienthal, 1834,5. 132; Doehler, Neues Laus. Mag. Bd. 78, S. 95.

h lveinart a. a. D. II, 8. 291.

Neues Laus. Mag. Bd. 71, S. 123.

-') Oie erwähnte Stammtafel in der Zittauer Stadtbibliothek gibt an, sZohannMlhelm habe 1617 Neu-kförnitz von seinen Geschwistern übernommen und habe 1625der Gemeinde ein Schöppenbuch gegeben.

Oer Zeldmarschall Banner stellte ihm, Nltenburg den 8. Juli 1639, für seinHaus in Zittau und Vorwerk in kförnitz einen Schutzbrief aus. Nbgsdruckt imNeuen Laus. Mag. Bd. 27, S. 245.

0 Larpzov a. a. D. III, S. 87; sein Epitaph ebenda I, S. 79: Vtto, Dber-laus. Schriftsteller-Lexikon, II, S. 394, hier sind auch seine Schriften aufgezählt: NeneSächsische Kirchengalerie, viöcese Zittau, Sp. 187.