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v. Lankisch.
gefallenen Güter Rietschen samt vaubitz und prauske am I.Iuli1812 für 92020 Taler an Rugust Ferdinand Grafen v. Nostitz.
Die gräfliche Linie v. L. ist erloschen.
Wappen, gräfliches: Schild geviert. 1,4 (Stammwappen): InBlau ein mit drei goldbesamten blauen Rosen belegter silberner Rechts-schrägbalken,- 2, 3: In Silber drei rote Lilien an langen grünen Stengeln,die sich unten zu einem mit zwei grünen Blättern versehenen Stiel ver-einigen. Ruf dem Schild die Grasenkrone, darüber drei gekrönte Helme.Kleinod des rechten: Die Lilienstaude; des mittleren: Blauer Flügel,belegt mit dem Schrägbalken nebst Rosen; des linken: Drei Straußen-federn silbern, rot, silbern. Decken blau-silbern. Schildhalter: Zweisilberne Strauße, ein Hufeisen im Schnabel haltend. Tyross, wappen-buch der Sächsischen Staaten, l. Band, Taf. 36.
v. Lankisch (v. Lanckisch).
Wenceslaus Lankischh, geboren im Jahre 1473, wurde 1497in Leipzig Baccalgureus pbilosopbiae, kam 1509 in den Zittauer Rat,wurde 1516 Richter, 1517 regierender Bürgermeister und starb am28. Juli 1538h. vermählt war er: I. mit Rnna heidenreich, Tochterdes Zittauer Senators Paul h. und Schwester des ersten evangelischenPredigers in Zittau tU. Laurentius h.; II. mit Thristina Just,Tochter des Zittauer Senators Gabriel I. Sie vermählte sich wiederim Jahre 1539 mit dem um sechzehn Jahre jüngeren Nicolaus vornspach,dem späteren verdienten Bürgermeister der Stadt Zittau. Bin 16. Januar1571 starb sie und wurde in der Johanniskirche bestatteth.
Wenceslaus L. d-I.H, der Sohn seines eben genannten gleichnamigenVaters, wurde 1521 geboren, studierte in Leipzig und Wittenberg,promovierte zum Magister der Philosophie und wurde 1554 Unter-,1568 Dberstadtschreiber in Zittau. 1569 erhielt er das Syndikat undwurde gleichzeitig Skabin, 1572 Stadtrichter. Kaiser Rudolph II. über-trug ihm 1584 das Rmt eines Rppellationsrats, vordem er es aberantreten konnte, starb er am 23. Juli 1584 im 63. Lebensjahres.
Nachdem Wenceslaus d. I. bereits im Jahre 1561 von KaiserFerdinand I. einen Wappenbrief erhalten hatte, wurde er zugleich mitseinem Bruder Matthias von Kaiser Rudolph II-, Prag den 10. März1580, in den Rdelsstand erhoben.
>) vergl. die Stammtafel des Geschlechts v. Lankisch, Manuskript in derZittaucr Stadtbibliothek: die Stammtafel bei ll. G. vietmann, Die Priesterschaftin dem Marggrafthum Gberlausitz sI777f, zu S. 375: die kurzen genealogischen Notizenin B. G. Weinarts Rechten und Gewohnheiten der Gber- und Niederlausitz, II. Teil,1794, S. 293.
h I. IZ. Larpzov, ^naleetu lastorrmr Ättuvieiisiuin, 1716, II, S. 278.h Larpzov a. a. G. I, S. 67, 74; T. F. Haupt, Wilhelm und Nonrad,Brüder Nesen, Nikolaus von Oornspach und M. Procopius Naso, 1843, S. 95.h Larpzov n. a. 01. II, L. 298.
h Inschrift seines Epitaphs bei Larpzov a. n. 0). I, S. 73.