ausgesprochen hat. Daß ich seine Schulfüchsereicn so verachtete,scheint ihn verdrossen zu haben, und daher kommt seine Bemer-kung, die gar nicht hierher gehört. Allein ich frage die ganzeWelt, ob ich Unrecht habe? Ich nehme mir zwar nicht heraus,eine Rangordnung der Wissenschaften festzusetzen. Es möchteselbst Leuten von sehr viel größern Kenntnissen als die meinigcnschwer, wo nicht unmöglich sein. Aber wenn es im Ganzennicht angeht, geht es deßwegen nicht zwischen irgend einemPaar an? Es würde schwer sein, eine Rangordnung der mu-sikalischen Instrumente festzusetzen, aber ich werde doch fürnHenker behaupten dürfen, daß ein silbermanuisches') Clavierein besseres Instrument ist, als eine Maultrommel?
Weil ich ihm an einer Stelle meines Aufsatzes Geschmackund hauptsächlich Gefühl von Convenienz abgesprochen habe, soerwiedert er dieses, wie sichs gehört. Keine meiner Schriften,sagt er, gebe mir ein Recht, in Sachen des Geschmacks zu ur-theile», und daß ich von andrer Leute Erfindungen Manches
von welchem Jahr, befinden sich zwei Prachtgedichte, worinder Winter mit Hagel eingeführt wird. Ich fürchte, Phi-lomele wird noch endlich aus der reiscandirten Laube ihrenWeihnachtsgesang mit Schlittengeschcll mischen, während die Jo-hanniswürmchen mit funkelndem Schnee und Fixsternenblitz wett-eifern, die nächtliche Bahn des Eisläufers zu erhellen.
Anm. des Verfassers.
Gottfried Silbermautt, geb. 1683, gest. 1756. berühm-ter Orgelbauer.