Druckschrift 
4 (1844)
Entstehung
Seite
298
Einzelbild herunterladen
 

denn, wenn ein Verfahren wie das vossischc, die Folgen desStudil des Homers wären, so sollte man den Homer öffentlichverbieten. Und habe ich nicht recht? Ein Boß ist für ein ver-nünftiges, rechtschaffenes Land schon zu viel, nun denkeman an die taufende, die den Homer lesen! Aber demHimmel sei Dank, daß sein Verfahren seinen Grund nicht sowohlim Homer, als in der schönen Seele hat, die er selbst mitbrachte.

Viertens spricht er einmal von meinen Spöttereien überden Hrn. Jäsus. Dieses ist eine liederliche Beschuldigung,die nur aus einem Kopf kommen kann, worin eben so wenigWitz als Verstand sitzt, vom Herzen will ich nicht einmal reden.Pfui! Bei einem solchen Streit die Hörner des Altars anzu-fassen. Hr. B. hat vermuthlich schreiben wollen: das Hr.Jäsus, und selbst darüber habe ich nicht gespottet (auch ist jader Gedanke überhaupt nicht von mir), sondern über den Pips-kranken Hrn. Rcctor zu Otterndorf, der für nichts und wie-der nichts, weder zum Vortheil der Wahrheit, noch desWohllautes, eine Orthographie einführen will, die er nichtdarf sehen lassen als in Wörtern, die niemand kennt, über denhabe ich gelächelt, und welcher Mann von gesundem Men-schenverstand wird nicht über ihn lächeln!

Ich komme nun zu einigen für mich zwar geringern, aberdoch für manchen Leser vielleicht interessante» Behauptungendieses streitbaren Menschen. Bei meiner Bemerkung über seinPvrtsmaut führt er mir den Büsching') und noch jeman-

') Anton Friedrich Büsching, geb. 1724, gest. 1793.