stete Mühe, sie zum Glauben wieder zurückzubringen. Hier-aus sieht man, die Abweichungen bei der Aussprache der Wör-ter, zumal in einem großen Lande, entstehen können, wennauch gleich die ersten Zeichen noch so vollkommen gewesen wä-ren. Das Ohr ist da der strenge Richter nicht, wie bei derMusik, und attische Ohren lassen sich einem Volk so leichtnicht geben. Ist Alles wahr, was man von den Ohren derAlhenienser erzählt, so möchte wohl der Grund sehr tief und indem feinen Geschmack dieses ausgebildeten Volks überhaupt zusuchen sein. Einem Volk diesen Geschmack durch neue Zeichen,und wären sie auch so bestimmt, als die musikalischen Noten,beibringen wollen, hieße ein Mädchen, das die Bleichsucht hat,mit einem Schminklappen curiren wollen.
In diesen Tagen fand ich in des ältern Sheridan's')Dissertation on tlie ckillioulties in learninz tl>o ümzlisll I-an-zuaAv, ganz von ungefähr, daß dieser gelehrte Mann ebenfallsbehauptet, das der Griechen sei nichts weiter, als das lange- gewesen, so wie das -2 das lange 0. Ja, er rechnet diesessogar dem griechischen Alphabet zur Vollkommenheit an, daß eseigne Zeichen für die Dauer der Vocale enthalte, und er meintnur, sie hätten es nun auch mit den übrigen so machen sollen.Für Hrn. S. Meinung scheint auch die Form des « zu streiten.
") Thomas Sheridan, geb. 1721, gest. 1788. Vater desRichard Brinsley Sheridan, geb. 1751, gest. 1816. Berühm-tes OxpositionSmitglied.