Druckschrift 
4 (1844)
Entstehung
Seite
269
Einzelbild herunterladen
 

windigen Orthographie macht, deren ganze Grundsätze in diesemArtikel das lächerlichste Gewäsch sind, das man sich denken kann.Ich kann sie dem Leser, glaube ich, nicht einleuchtender dar-stellen, als in einem Gespräch zwischen einem Schüler unddem Hrn. Rector selbst:

Der Rector. Nun weißt du also, Junge: ,/ wird imDeutschen mit ci ausgedrückt.

Der Schüler. Also müssen wir, wenn wir deutsche Hera-meter machen, künftig Aithär statt Äther und Pro sätstatt Prophet, auch wohl Poiät statt Poet schreiben?

R. Ja, untersteh dich's!

S. Aber warum denn nicht, Hr. Rector?

R. Bist du blind ? Habe ich nicht im deutschen MuseumS. 223 ausdrücklich gesagt, wir müssen den Sprachgebrauchehren, wo er über deutsch gewordene Wörter zu laut *) entschie-den hat?

S. Aber zu laut, Hr. Rector, wie laut ist denn das?dürfen wir denn Jäsus schreiben?

R. Höre, Junge, ich sag dir's zum letzten mal, laß mirden Namen weg, oder du sollst sehen. Du weißt ja, und ichsage es alle Tage, heilige und ehrwürdige Namen dürfenschlechterdings nicht mit einem ä geschrieben werden, und ich

Aber wie wenn nun der Schreibegebrauch in Hebeund Cythere auch zu laut entscheidet?

Anm. des Verfassers.