Druckschrift 
4 (1844)
Entstehung
Seite
252
Einzelbild herunterladen
 

deutschen und englischen Sprache, das heißt in den Sprachenzweier Völker, die noch so manche brave Ähnlichkeit mit dergriechischen haben. Ich überlasse die Schlüsse daraus dem un-parteiischen Leser.

Herr Rector Voß, dieser decisive Übersetzer der Töne einesnicht mehr eristirenden Volks, geräth auch wirklich selbstschon bei der Tonübersetzung der Engländer, seiner Nachbarn,in die lächerlichsten Fehler. In den ungezogenen Noten zudem auf die ungezogenste Weise bekannt gemachten vertraulichenBries des Hrn. Hofrath Herme, druckt er kortsmoutk durchPortsmaut aus. Das tli sei ihm geschenkt, weil er es bet-telt, aber das ou durch au ist abscheulich; das ou in moutk(der Mund) hat ihn verführt. Also der eingebildete, herabsehendeMann, der sich erkühnt (Otterndorf 1781.) zu sagen: I ch (warumnicht von Gottes Gnaden?) Ich schreibe nach griechischerAussprache'), (Gerechter Himmel was für Pedanterei!), undmeine Gründe hat noch Niemand widerlegt; ja der über dieserkindischen Überzeugung in einer abgeschmackten Sache, selbst dieVerbindungen mit Lehrer und Freund vergißt, will wissen, wiedie alten Griechen gesprochen haben, ein Volk, das um Hundertevon Meilen und um tausende von Jahren von ihm entfernt ist,er, der die erbärmlichsten Schnitzer in der Aussprache eines Volksbegeht, wovon er täglich ganze Dutzende auf der Kaie zu Ham-

') D. Museum, Wonnemond. 1781. S. 465.

Anm. des Verfassers.