Druckschrift 
4 (1844)
Entstehung
Seite
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bezeichnet; eine Menge von Tönen ging leer aus, und mußtensich mit dem Zeichen des nächst verwandten begnügen. Bedientesich nun gar ein Volk der Zeichen eines andern, so entstandenwieder neue Abweichungen, und konnte man eine von beidenSprachen lesen, so konnte man deßwegen nicht gleich die Töneder andern treffen. Auch blieb die Zunge dem Zeichen nicht ge-treu, denn da es in allen Sprachen eine Menge von Tönengibt, die nicht in der Vocalenleiter vorkommen, auch nicht ein-mal durch Verbindungen von zwei Vocalen ausgedrückt werdenkönnen, wo also der wahre Laut auch nicht geschrieben wird,da mußten nothwendig bei einem etwas ausgebreiteten Volk,wenn es gleich sein A, B, C auf einerlei Weise aussprach, Ab-weichungen in der Aussprache der Wörter entstehen. Daherder Provinzialton in allen Ländern. Es sind dieses längst be-kannte Dinge. So ist es einem Deutschen unmöglich, den Lautdes englischen u in den Wörtern I>ut, mucli, sucir mit Buch-staben auszudrücken. Der Eine würde sotsch schreiben, derAndere setsch und ein Dritter und Vierter wohl gar satschund sutsch und Alle hätten etwas Recht, aber keiner ganz,und der Vierte gerade am wenigsten. So viel für den erstenSatz; zur Bestätigung des zweiten darf man nur unsere Aus-sprache der Wörter sehen, säen, währen, wären, weh-ren, entbehren, betrachten, die ich der Ordnung nach, wenne wie in sehr und ä wie in währen klingt, so ausspreche:sähen se-en (also grade umgekehrt), währen, weren, we-ren, entbähren. Andere sprechen anders. Das mag sein,

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