Druckschrift 
4 (1844)
Entstehung
Seite
224
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daß eine ein Mal zu einem wichtigern Zweck angeführt würde,und nur die Bedenkzeiten der andern Personen mit solchem Spiele

scheidung, und mich dünkt, einen solchen Tadel kaun sich einphilosophisches Volk wohl gefallen lassen. Dafür können wirnun aber auch mit unserm Du, Er, Ihr, Sie, mit einereinzigen Sylbe Verhältnisse von Menschen ausdrücken, wovonder Engländer und Franzose gar keinen Begriff hat oder wenig-stens keinen bestimmten: weil ihm das Zeichen dazu fehlt. Siesehen es auch alle ein, sobald sie die Sprache vollkommen ver-stehen, zum sichern Beweis, daß der Tadel sich auf Unwissenheitgründete, oder auf Trägheit, eine Schwierigkeit zu überwinden.Echtdeutsche Romane sind daher diesen Nationen unübersetzbar.Ich möchte wohl wissen, wie sich der Engländer die Verachtungausdrücken wollte, die das Er mit sich führt, wenn ein Vor-gesetzter zu Jemanden, zu dem er sonst im Dienste Sie zusagen Pflegte, nun da er ihn auf einem Betrüge ertappt, mitEr anredet, das kaum vor der völligen Überführung angehtund schon zur Strafe gehört. Oder wenn Leute von Stande inStreit gerathen, und einer den andern fragt: hör er was erwill? oder von der andern Seite das liebreiche scherzende Erzwischen Personen, die sich gewöhnlich Dutzen, ferner die man-nigfaltige Treuherzigkeit in unserm Ihr? Ja selbst das seelen-verbindende Du, wenn es zumal zwischen Personen von ver-schiedenem Geschlechte aus dem Sie erwachst, ist für ihn ver-loren, denn sein Hon ist entweder feierlich wie im Gebet, oderdichterisch, oder drollig oder quäkerhaft. Er muß sich mit Um-schreibungen helfen, aber das Umschreiben haben wir alsdannentweder zu gut, oder können es im Fall der Noth auch, so gutals die Ausländer und die Wilden. Anm. des Verfassers.