Druckschrift 
4 (1844)
Entstehung
Seite
204
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ist dieses unter den Deutschen gebräuchlich. Lb es wohl auchein Zeichen von deutschem Freihcitsgeist ist? Unser kommtebenfalls häufig vor. Ach! unser Hut ist gestern in die Gossegefallen, sagte ein Junge von dem Hute seines Herrn, der dieFamilie viel gekostet hatte. Zuweilen heißt auch Wir nur so vielals meincr. Wir müssen bald heirathen, sonst gehts nicht gut.

In ihren Sufsiris sind sie gemeiniglich sehr umständlich undunglücklich: Sie sagen Mitleidigkeit, Jnteressantig-kcit, Mclancholichkeit und endigen auch wohl gar, umsicherer zu gehen, in ungichkeit. Sie haben verschiedentlicheine dunkele Vorstellung von unserer hohen Prose und nennenes, vornehme Gedanken, gravitätische Redensar-ten und reputatische Wörter.

Übrigens gibt es unter ihnen Staatslcute, Juristen undTheologen, so gut als Jäger und Läufer, und jede Classe hatwieder ihre eigenen Mischungen. Negierende, steigende, fallende,abgedankte, dienstsuchende, alles Ihr Gnaden und Hochwohlge-boren nennende und sich immer bückende, das sichere Zeichen,daß der schwankenden Staude die stützende Stange gebrochenist; schmierige, und Kerle wie die Engel, denen man dieVertraulichkeit mit der Dame ansieht; junge noch unabgerichtetePudel und alte treue Familienstücke, die nur zum Todtsüttcrnim Gesindcstall stehen; lange aufgeschossene Don Quixote, mitgeerbter oder ertrödelter Livree, die ihnen immer zu weit undzu lang oder zu enge und zu kurz ist; fette Hammel unter ge-putzten Schäfchen mit Berlocken :c.