ihre Herren völlig, »ur muß man sie nicht sprechen hören. Hierbleiben sie zurück, und was bei der Herrschaft blaß Mangel anKenntnissen ist, zeigt sich bei ihnen bis auf die Sprache. Die-ser Hauptartikel wird in Schauspielen und Romanen äußerstvernachlässigt und stört oft alle Illusion. Die alten treuen Be-dienten sind da gemeiniglich geschwätzige, weinerliche Moralisten,und die jungen untreuen sprechen wie Leute von Stande, diesich mit affectirter Herablassung ein Paar Stufen von Liederlich-keit hinunter stellen. Machen nicht junge Cavaliere den schlep-penden Postillion mit schmierigem Stiefel, klirrendem Spornund unsymmetrischer Frisur? das machen die Bedienten auchfreilich und wohl natürlicher. Allein im Sprechen steigen sieaufwärts, so wie der Herr in Handlungen herunter, aber mitsehr ungleichem Glück.
Sie fangen ihre Perioden oft mit sondern an: sie sagenvielmehr, wo keine Vergleichung, und theils, wo es keineTheilungen gibt, vergessen also auch das Zweite. Mancher sagterstlich, gleich darauf drittens, viertens und dann zwei-tens, dieses hat Shakespeare genützt. Man wird mir hoffentlichnicht vorwerfen, daß dieses den Bedienten nicht eigen sei. Ichweiß dieses, ich bringe es aber unter ihre Classe, weil sie esauch thun, und ich mich künftig mit ähnlichen Classen nichtviel abgeben werde. So etwas ganz in einem Charakter durch-setzen, thut eine unglaubliche Wirkung, aber es ist sehr schwerund erfordert viel Erfahrung. Fielding's Partridge") ist hierin
') In seinem '1'om Moires.