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4 (1844)
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setzungskunst des tausendmal Gesagten, die die Lesegesellschastenin Erstaunen setzen, aber jeden wahrhaften Kenner des Menschenmit unbeschreiblichem Unwillen erfüllen. Hierzu trägt wohlfreilich die Leichtigkeit, womit wir im Lüsten Jahre schon sovielerlei Kenntnisse sammeln können, nicht wenig bei. Durchdie Gewohnheit, immer süße Lehre leicht zu empfangen, erschlapptbei den Meisten das Talent, selbst zu suchen. Sie sehen daheri» allen Dingen gemeiniglich nur, was sie schon wissen. Em-pfehlung vertritt die Stelle von eigener Prüfung, Nachschlagenvon Nachdenken und-Ansehen die von Würdigkeit. Unglückseli-ger Weise find die Werke, worin der moralische Mensch, odernur gewisse Seiten desselben gut entwickelt liegen, so äußerstselten, und weil auch bei den Wenigen noch scharfe Beobachtungseiner selbst und Zusammenhaltung mit sich selbst nöthig ist,und die Stelle der Zeichnungen vertreten muß, so werden sie soäußerst selten gelesen und verstanden, daß ihr Einfluß auf un-sere jungen schönen Geister nur sehr geringe ist. Man schreibtdaher leichter Romane aus Romanen, Schauspiele aus Schau-spielen und Gedichte aus Gedichten, ohne im Stande zu seinoder auch nur den Willen zu haben, die Zeichnung endlich ein-mal wieder mit der Natur zusammenzuhalten. Thöricht affec-tirte Sonderbarkeit in dieser Methode wird das Kriterium vonOriginalität, und das sicherste Zeichen, daß man einen Kopfhabe, dieses, wenn man sich des Tages ein Paar Mal daraufstellt. Wenn dieses auch eine Sternische Kunst wäre, so ist.wohlso viel gewiß, es ist keine der schwersten. Mit etwas Witz, bieg-

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