Druckschrift 
4 (1844)
Entstehung
Seite
187
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Empfindungen mit dem verständlichsten individualisircnden Aus-druck zu Buch zu bringen und dadurch auch noch Männer zuunterhalten, die jenes System nicht kennen, und mehr als trans-scendente Setzerkünste von einem Schriftsteller verlangen, scheintvon Tag zu Tag mehr zu erlöschen. Und was Wunder? diehellsten Kopfe unserer Nation, Leute von Welt und Erfahrung,lesen nun, nachdem sie sich so viel hundertmal betrogen gefun-den haben, die neuen Produkte dieser Art gar nicht mehr, unddie Beurtheilung, Anpreisung und Vergötterung derselben istgrößtentheils in den Händen von Erprimanern, die jenen Wer-ken ihre erste Form sowohl, als nachherige Ausbildung zu dan-ken haben, und von Leuten, die die Welt so wenig kennen, alsdie Welt sie. Das Maculatur von heute rühmt das Maculaturvon gestern, und Pfcfferduttencrcdit gründet sich auf Pfefferdut-tenlob. Steht irgend einmal ein Kenner in einem Journaleoder einer Zeitung, die in höheren Wissenschaften Credit hat,auf, und redet die Wahrheit, so nennt es die Menge in stolzerBequemlichkeit, Intrigue der Stichbahn oder gelehrte Pedantcretoder altkluge Isudss tomporis acti. Vox populi heißt auch hiervox Lei und Buchhändlerabsatz der Maßstab für innern Werth.Es hat sich nämlich in unsere Schauspiele sowohl, als Romaneund Gedichte (ich rede hier von der bei weiten größer» Anzahl),eine gewisse Orsäus all psrnassum-Methode eingeschlichcn, eineschlaue, den Ohren der Zeit angepaßte Logodädalie') und Ver-

') Wortkünstelci.