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Vernunft. Die Natur zeigt ihrem eingeschränkten Beobachternichts als einen Urheber, der ihn weit übertrifft. Wie weit?das sagt sie ihm nicht. Die Offenbarung versichert, es sei un- .
endlich weit, und nach dem jetzigen Anschein zu urtheilen, wer-den auch Tausende von Jahrhunderten dem endlichen Beobach- ' ^
ter keinen Grund an die Hand geben, an jener Versicherung i "mit Vernunft zu zweifeln. Ja, es macht dem menschlichen Geist ^ ^
nicht wenig Ehre, daß er bereits tief genug in jene Weisheithinein schaut, zu vermuthen, das, was er übersieht, sei gegendas Ganze ein Nichts. Also du, der du glaubst, die Seele lelMo
schaffe ihren Körper, horche auch du auf das, was sie dir auf einemandern Wege, als dem ihres Geschöpfs, offenbart: halte denfür weise, der weise handelt, und den für rechtschaffen, derNechtschaffenheit übt, und laß dich nicht durch Unregelmäßigkeit > iitoi ks
in der Oberfläche irren, die in einen Plan gehört, den du ^ 8mm?
nicht übersiehst, in den Plan desjenigen, nach dessen Vorschrift Ä
die Seele wenigstens ihren Körper bauen mußte, wenn sie ihn j !«>ckvgebaut hat. Rede, sagte Sokrates zum Charmides, damit ich im« 8
dich sehe, und an ihren Früchten sollt ihr sie erken- »«, r,ii
nen, steht in einem Buch, das wenig mehr gelesen wird, und, ^»n»
merkwürdig, in einer Rede zweimal hinter einander, von wel-cher gleichwohl jedes Wort vor Gott gewogen ist'). Mk,
Allein auf diese Art könnte man die ganze Physik verbuch-tig machen, antwortet man; wir wissen zwar nicht, wie Dnmm-" " Ai
') Evaug. Matthäi, VII. 16 und 29.