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4 (1844)
Entstehung
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nicht aus dem Gebäude auf den Baumeister schließen? Diesesunnütze Lieblingssätzchcn der Physiognomen kann man ohne An-stand zugeben, wenn man sich vorläufig über den Begriff vonbauen vereinigt, und die kleine Einschränkung macht, daß man,um dieses Urtheil richtig zu fällen, auch die ganze Absicht desGebäudes kennen müsse. Offenbar bauen wir unsere Körpernicht so, wie wir Backöfen bauen, und ohne die Einschränkungkönnte ein Grönländer, der etwa ein Gradirhaus sähe, auchschließen: der diese Wohnung baute, war sicherlich ein Thor,erst läßt er den Wind durch die Wände streichen, und dannsorgt er obendrein dafür, daß es auch bei heiterem Himmel nichtan Negenwetter fehlt. Diesem guten Tropf würde ich antwor-ten: Lerne erst das Land kennen, in welchem dieses Gebäude steht,so wirst du, wenn du je so weit kommst, die Weisheit bewun-dern müssen, womit es aufgeführt ist.

Wenn man sich ein wenig umsieht, so wird man finden,es fehlt dem Physiognomen in dieser Art zu schließen nicht anGesellschaft, die ihm auf alle Art Ehre macht. Der, der zuerstdem unendlich guten Wesen ein unendlich böses zugesellte, unddie klugen Köpfe, die noch jetzt den Teufel anbeten, haben,vermuthlich durch Schmerz, Erdbeben, Pestilenz und Krieg ver-leitet, ihre ähnlichen Schlüsse gezogen. Ein trauriges Beispiel,wohin Vernunft ohne Offenbarung führen kann, und desto trau-riger je verzeihlicher. Der Schluß aus den Werken der Naturauf einen allmächtigen, allgütigen und allweisen Schöpfer, istmehr ein Sprung der instruirten Andacht, als ein Schritt der