Über
Physiognomik.
Gewiß hett die Zollfreiheit unserer Gedanken und der ge-heimsten Regungen unsers Herzens bei uns nie auf schwächer»Füßen gestanden als jetzt, wenn man aus der Emsigkeit, derMenge und dem Muth der Helden und Heldinnen, die sichwider sie auflehnen, auf ihren baldigen Umsturz schließen darf.Man dringt von allen Seiten auf die zukammlichsten Werkeihrer Befestigung, und wv man sonst geheimen Verrath vermu-thet, mit einer Hitze ein, die mehr einem gothisch-vandalischenSturm als einer überdachten Belagerung ähnlich sieht, undBielc behaupten, eine förmliche Übergabe könne schlechterdingsnicht mehr weil sein. Es gibt aber auch eine Menge mindersanguinischer Mensche», die dafür halten, die Seele liege überihrem geheimsten Schatz noch jetzt so unzukommlich sicher, alsvor Jahrtausenden, und lächle über die anwachsenden babylo-nischen Werke ihrer stolzen Stürmer, überzeugt, daß sich, langevor ihrer Vollendung, die Sprachen der Arbeiter verwirren, undMeister und Gesellen aus einander gehen werden.
Die Sache, wovon hier die Rede ist, ist die Physiognomik,und die erwähnten Parteien kein geringer Theil der gurrn Gc-